Kleinbahn Ihrhove-Westrhauderfehn

Ihrhove-WestrhauderfehnDie normalspurige Kleinbahn Ihrhove-Westrhauderfehn verband ab der feierlichen Eröffnung am 3. November 1912 die Torfabbaugebiete in Westoverledingen mit der Station Ihrhove an der Hannoverschen Westbahn. Ab 1949 gab es sogar durchgehende Züge bis Leer.
Bereits seit Beginn der Planungen für den Bau wurde immer wieder angeregt, die Kleinbahn zu verlängern, zumindest bis Ostrhauderfehn oder sogar nach Strücklingen. Dort hätte dann Anschluss an die oldenburgische Strecke Ocholt-Friesoythe-Cloppenburg bestanden. Der zu erwartende zusätzliche Verkehr war aber gering und es wären mehrere (teure) Brücken notwendig gewesen, so dass es bei Gedankenspielen und Zeitungsartikeln blieb. Trotzdem flammten immer wieder Überlegungen zu Verlängerungen nach Osten oder Süden auf.

Die Stationen: Ihrhove Kleinb, Ihren, Glansdorf, Collinghorst, Rhaude (Marienheil), Westrhauderfehn

Anschluss besteht


IHRHOVE.

Ihrhove
Ansichtskarte, datiert 1913, Verlag Carl Müller, Leer

Der alte Bahnhof von preußischer und oldenburgischer Staatsbahn mit einem recht kurzen Zug (der sehr nach Kleinbahn aussieht) auf der münsterschen Seite. Das zwischen den Gleisen Emden-Münster (im Vordergrund) und Oldenburg-Nieuweschans (rechts außerhalb des Bildes) gelegene Gebäude hatte den ursprünglichen Ihrhover Bahnhof abgelöst und ist 1924 abgebrannt. Als Ersatz entstand das noch vorhandene Empfangsgebäude in Seitenlage.


IHRHOVE Kleinb (km 0,0)

Ihrhove Klb
Ansichtskarte, datiert 1913, Verlag Rolf & Co., Hannover

Unweit des Staatsbahnhofes befand sich das Gasthaus van Mark, an dem das Gleis vorbeiführte. Die Gastwirtschaft war gleichzeitig Agentur der Kleinbahn. Hier begannen bzw. endeten alle Züge, bis schließlich 1949 durchgehende Verbindungen zwischen Westrhauderfehn und Leer eingelegt wurden. (Womit die gleiche Situation wie im alten Emder Bahnhof entstand: Die Kleinbahn war nördlich des Bahnhofes in Richtung Leer angeschlossen, sodass eine Sägefahrt über die Anschlussweiche hinaus notwendig war.)


IHREN (km 2,3)


GLANSDORF (km 4,3)

Glansdorf
Ansichtskarte, gelaufen 1920, Verlag J. B. Dirks, Leer

Auch in Glansdorf diente die örtliche Gastwirtschaft als Station, wozu hier eine Agentur eingerichtet wurde. Moritz Wirtjes hatte diese von 1914 bis 1926 inne.
Unten im Bild Lok 1 oder 2, die 1912 von der HANOMAG gebaut worden sind. Dahinter dürften die Wagen 3 und 2 folgen.


COLLINGHORST (km 6,1)


RHAUDE (MARIENHEIL) (km 8,0)


WESTRHAUDERFEHN (km 11,1)


© Thomas Feldmann, Emden (Ostfriesland)
erstellt 30.07.2006 – letzte Änderung 26.06.2018