Zeittafel 1946-1999

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1946

Juli: Aus den Betriebslagemeldungen der RBD Essen geht hervor, dass von dort in diesem Monat 61 Kohlenzüge nach Emden gerollt sind. Die entsprechenden Meldungen für August 1948 verzeichnen dagegen keinen einzigen.

Aus dem Kursbuch für die DR in der Britischen Besatzungszone, gültig ab 10.02.1946:

  • Die Kursbuchspalten der Strecke Ihrhove – Nieuweschans/NL sind noch leer (die Brücke bei Hilkenborg wird erst 1951 wiedereröffnet).
  • Die LAW fährt ausschließlich Werktags: 3 Zugpaare zwischen Leer und Aurich, 2 Zugpaare zwischen Aurich und Ogenbargen, 3 Buspaare zwischen Aurich und Wittmund und 2 Zugpaare zwischen Ogenbargen und Esens; die Strecke nach Bensersiel hat anscheinend noch keinen Verkehr. Die Betriebsführung liegt jetzt bei dem Niedersächsischen Landeseisenbahnamt Hannover, dem späteren Niedersächsischen Landesverwaltungsamt – Eisenbahnen (Hannover).
  • Die EPG fährt bereits wieder drei tägliche Zugpaare über die Gesamtstrecke, ebenso die Kleinbahn Ihrhove – Westrhauderfehn
  • Die Strecke Emden West – Abelitz – Aurich  wird von 2 Zugpaaren befahren (Dauer der Fahrt etwa 1 Stunde)
  • Die Strecke nach Emden Außenhafen ist mit dem Vermerk „noch nicht in Betrieb“ versehen.
  • Die Fahrt von Emden West nach Norden dauert jetzt etwas mehr als eine Stunde.

1947

23.10.: Der Norder Kreistag fordert eine Kleinbahnstrecke von Norden nach Greetsiel oder Pewsum, um die Landgemeinden in der Krummhörn (die sich eher nach Emden orientieren) besser mit der Kreisstadt zu verbinden. Probleme bei der Materialbeschaffung – nicht einmal gebrauchtes Oberbaumaterial ist zu bekommen – lassen diesen Plan scheitern.
26.11.: Die Wilhelmshavener Vorortbahn als Nachfolgerin der Werftbahn der Marine erhält ihre Konzession. Sie betreibt 1958 die Strecken Sande (DB) – Wilhelmshaven-Ebertstraße („Südstrecke“, 8,7 km), Voslapp – Wilhelmshaven-Gökerstraße („Nordstrecke“, 11,1 km), Mariensiel – Maadebrücke („Umgehungsstrecke“, 6,9 km) für den Personen- und Güterverkehr und weitere 9,5 km für reinen Güterverkehr. In Wilhelmshaven Hbf, Wilhelmshaven West und Sande besteht Übergang zur DB. Die Betriebsführung liegt bei der ED Münster.


1949

31.05.: Die Inselbahn Spiekeroog nimmt auf neu trassierter Strecke den Betrieb mit Motorlok auf.


um 1950

Das Bw Norden erhält einige Schlepptenderlok der Baureihe 24, die in Delmenhorst nach Ausrüstung von vier Tenderlok der BR 74 mit Hilfstendern der Bauart pr. 3T12 entbehrlich geworden sind. (Hier stellt sich dem Betrachter die Frage inwieweit es sinnvoll ist, kleine Schlepptenderlok durch entsprechend hergerichtete kleine Tenderlok mit Hilfstendern zu ersetzen ….)


1950

Holthausen (bei Lingen) erhält wegen der in der Nähe errichteten Raffinerie eine Haltestelle an der Strecke Emden-Rheine.


1951

18.05.: Die nach der Zerstörung im Kriege wiederaufgebaute Friesenbrücke über die Ems bei Hilkenborg (nun schon die dritte Brücke an dieser Stelle) wird dem Betrieb übergeben.
01.10.: Stilllegung der umgespurten LAW-Strecke Ogenbargen-Ardorf, die bereits ab dem 30.10.1951 abgebrochen wird.
01.12.: Die Strecke Ardorf-Wittmund der LAW wird ebenfalls stillgelegt und sofort danach abgebrochen.
Außerdem: Das neu errichtete Bahnhofsgebäude in Emden-Außenhafen wird fertiggestellt


1952

18.06.: Die Wilhelmshavener Vorortbahn stellt den Reisezugverkehr zwischen Gökerstraße und Maadebrücke ein.
Außerdem: In Papenburg wird am Bahnhof eine Eisenbahn-Klappbrücke in Betrieb genommen (zunächst nur die stadtseitige, die zweite folgt erst später.)


1953

30.04.: Die AEG stellt den Betrieb der Emder Elektrischen Kleinbahn ein, da man sich mit der Stadt Emden nicht über die Finanzierung der anstehenden Reparaturen der schweren Kriegsschäden – vor allem am Oberbau – einigen konnte. Letzte Fahrt um 23.20 Uhr ab Alter Markt.
17.05.: Stilllegung der Strecke Aurich-Ogenbargen-Esens Hp der LAW.
01.06.: Das Bw Norden wird in eine Außenstelle des Bw Emden umgewandelt.
Außerdem: Die Außenstelle Aurich des Bw Emden wird geschlossen.
Die Eisenbahndrehbrücke über den Emder Binnenhafen wird durch die heute noch vorhandene Klappbrücke ersetzt.


1954

20.10.: In Norden wird das neue Fahrdienstleiter-Stellwerk Nf in Betrieb genommen, das Stellwerk Nm dafür stillgelegt.


1955

September: Das Bw Wilhelmshaven wechselt von der Bundesbahndirektion Münster zur BD Hannover.


1956

01.04.: Die LAW stellt den Personenverkehr auf der Strecke Leer-Großefehn-Aurich ein.


1957

12.06.: Die neue Eisenbahnbrücke über die Leda wird dem Betrieb übergeben.


1958

Auf Juist wird die Pfahlstrecke der Inselbahn zum Anleger abgebaut.
Die „Ostlandstrecke“ auf Wangerooge wird stillgelegt.


1959

01.10.: Die Bentheimer Eisenbahn AG übernimmt die Betriebsführung der LAW.
Außerdem: Die Strecke Münster-Rheine-Emden-Norddeich wird mit INDUSI ausgestattet.


1960

12.09.: Bei Apen wird der erste mit Halbschranken ausgerüstete Bahnübergang der BD Hannover in Betrieb genommen.


1961

01.01.: In Emden wird eine Signalmeisterei eingerichtet.
01.03.: Das Bw Wilhelmshaven wird aufgelöst.
31.10.: Die Wilhelmshavener Vorortbahn stellt den restlichen Personenzugverkehr ein.


1962

22.03.: In Sande wird das Stellwerk Sn außer Betrieb gesetzt. Die Aufgaben übernimmt das Befehlsstellwerk Snf (bislang Smf). [Amtsblatt BD Münster 11/1962]
27.05.: Der unbesetzte Haltepunkt Lütetsburg wird aufgehoben.
01.06.: Die Bahnhöfe Georgsheil (bislang Agentur) und Neuenburg sind fortan unbesetzt.
15.08.: Die Haltestellen Holtgast und Stedesdorf werden zu unbesetzten Haltepunkten herabgestuft. [Amtsblatt BD Münster 34/1962]
19.08.: In Wilhelmshaven Hbf wird das neue Stellwerk Wf mit einem Gleisbildstellwerk (Sp Dr L 30) in Betrieb genommen. Das mechanische Stellwerk und die Formsignale werden damit überflüssig. [Amtsblatt BD Münster 36/1962]
Außerdem: In Emden wird eine Signalmeisterei der Rangklasse 4 eingerichtet. [Amtsblatt BD Münster 31/1962]


1963

15.01.: Die Haltestelle (u) Wiefels wird in einen Haltepunkt (u) umgewandelt. [Amtsblatt BD Münster 5/1963]
22.01.: Am Westende des Bahnhofes Wittmund wird bei km 73,190 eine Blinklichtanlage mit Überwachungssignal in Betrieb genommen. [Amtsblatt BD Münster 4/1963]
01.05.: Der Bahnhof Westerstede wird verwaltungsmäßig dem Bahnhof Ocholt unterstellt, der Bahnhof Zetel dem Bahnhof Varel. [Amtsblatt BD Münster 21/1963]
14.05.: Zwischen Mariensiel und Sande wird der Schrankenposten 47 (in km 46,909) aufgehoben und durch eine Blinklichtanlage mit Halbschranken ersetzt. [Amtsblatt BD Münster 20/1963]
25.05.: Stilllegung der Strecke Emden-Pewsum-Greetsiel der EPG. Letzte Fahrt 22:45 Uhr Emden ab, 23:38 Uhr Greetsiel an.
25.05.: Auf der Strecke Ihrhove-Nieuweschans wird der BND-Betrieb beendet und ab dem 26.05. der normale Nebenbahndienst ein geführt, bei gleichzeitiger Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 60 km/h. [Amtsblatt BD Münster 16/1963]
05.06.: Bei Garms (Strecke Jever-Harle) werden in km 14,005 und km 14,077 zwei Blinklichtanlagen in Betrieb genommen. „Züge halten an dem Bahnsteig hinter dem Bahnübergang.“ [Amtsblatt BD Münster 25/1963]
02.09.: In Kluse werden die beiden Stellwerke Ks und Klf durch das neue Dr-Stellwerk Kf mit Lichtsignalen ersetzt.[Amtsblatt BD Münster 32/1963]
13.09.: An der Strecke Oldenburg-Leer wird die Blockstelle Wechloy aufgehoben und durch den Schrankenposten 19 ersetzt.
09.10.: Beim Haltepunkt Ostiem erhält der Bahnübergang in km 6,641 eine Blinklichtanlage, die Schranken werden abgebaut.[Amtsblatt BD Münster 42/1963]
01.12.: Der Bahnhof Mariensiel wird in eine Agentur umgewandelt, bleibt betrieblich aber wie ein Bahnhof besetzt. [Amtsblatt BD Münster 51/1963]


1964

28.09.: Die LAW heißt jetzt Kreisbahn Aurich GmbH.
31.12.: Die Wilhelmshavener Vorortbahn wird aufgelöst und bis auf die im Laufe des Jahres abgebaute Strecke Gökerstraße-Maadebrücke von der DB übernommen. Die Gleise im Bereich der Marineanlagen gehen wieder an die Marine, diesmal die der Bundesrepublik.


1966

01.09.: In Emden wird die Ladestelle „Zungenkai“ von der DB geschlossen.
13.09.: Der Haltepunkt Suurhusen an der Strecke Emden-Norden wird aufgehoben. [Amtsblatt BD Münster vom 23.09.1966]
15.09.: Der Güterverkehr auf der LAW-Strecke Esens-Bensersiel wird eingestellt.
25.09.: Auf der Strecke Westerstede-Ellenserdamm wird Betrieb eingestellt.
20.12.: In Ihrhove, Norden Stadt (Osterstraße), Papenburg und Salzbergen werden die Bahnsteigsperren abgeschafft.
Außerdem: Die von der Baureihe 03 gefahrenen Leistungen auf der Strecke Münster-Emden-Norddeich Mole werden von 01 (mit Neubaukesseln) übernommen.


1967

06.02.: Zwischen Esens und Bensersiel wird auch der Personenverkehr endgültig eingestellt. Am 15.04.1967 erfolgt die Gesamteinstellung durch die LAW, anschließend werden die Gleise abgebrochen.
24.09.: Die DB stellt den Personenverkehr auf der Strecke Abelitz-Aurich ein.
07./08.12: In dieser Nacht setzt bei starkem Frost Regen ein, der am Boden und an allen ungeschützten Oberflächen sofort gefriert. Durch das Gewicht der an den Kupferleitungen gebildeten Eispanzer knicken zwischen Leer und Meppen alle Masten der Eisenbahnfreileitung um. Die Bundeswehr verlegt behelfsmäßige Fernmeldekabel und hilft mit Richtfunkgeräten, so dass am Abend des 8. Dezember zwischen den betroffenen Dienststellen der Bundesbahn wieder erste Verbindungen hergestellt sind.
Außerdem: Nur ein Jahr nach ihrem ersten Einsatz muss die Baureihe 01 der andernorts abgelösten kohlegefeuerten 01.10 weichen.


1968

01.01.: Zum diesem Datum bilden 52 Lok den Dampflokbestand des Bw Emden: 15 23er, 27 50er (davon 3 z-gestellt) und zehn 82er (davon 2 z). Zu Beginn des Sommerfahrplanes sind 10 Loks der BR 23, sieben 41 Öl, 32 50er und sechs 82er (55 Dampflok) hier stationiert. Nachdem das Bw Osnabrück – bis auf eine Reserve – alle Dampflok nach Emden abgegeben hat und das Bw Kirchweyhe aufgelöst wurde, finden sich in Emden am 29.09.1968 zwölf 23er, 30 Lok der BR 44 und 38 Maschinen der BR 50 (insgesamt 89), während sich der Gesamtbestand an Dampflok in der BD Münster in der gleichen Zeit halbiert! Zum 31.12.1968 erreichen die Zahlen ihren Höhepunkt: 14mal BR 23 (davon 1 z), 37 44er (5 z), 55 Lok der BR 50 (16 z) und sechs Exemplare der BR 82 summieren sich auf 112 Dampflok im Bestand des Bw Emden.
März: Von Emden ins Saarland fährt die DB erstmals auf ihren Strecken Züge mit einem Gesamtgewicht von 4.000 Tonnen, wobei die Wagen 2.900 Tonnen Ladung aufnehmen. Der Zug besteht planmäßig aus 50 OOt-Wagen und ist 650 m lang. Bis Münster wird dieser Zug mit zwei 043/044 (Leistung jeweils 2.100 bzw. 1.910 PSi) bespannt, dort übernehmen ihn zwei 140 (je 3.620 kW Dauerleistung – entsprechend etwa 4.900 PS).
01.04.: Die Bw-Außenstellen Leer (Ostfriesl) und Papenburg (Ems) des Bw Emden werden aufgelöst.
11.04.: Die Haltestellen Tettens und Garms an der Strecke Jever-Harle werden in Anschlussstellen umgewandelt, der Haltepunkt Wiefels wird aufgelöst. [Amtsblatt BD Münster 16/1968]
Außerdem: Die Züge E 490/491 und E 492/493 auf der Verbindung Leer-Groningen werden mit niederländischen Personalen auf deutschen Lok (212 des Bw Oldenburg) gefahren. Die Triebwagen der Baureihe 613 des Bw Braunschweig legen in der Relation Emden-Kassel (Dt 360) eine Strecke von immerhin 450 km zurück. Zum Winterfahrplan (ab 29.09.68) wird (nach wieder nur einem Jahr) die Kohle-01.10 auf der Emslandstrecke durch ihr ölgefeuertes Pendant ersetzt, das in Osnabrück von Elloks abgelöst wird.


1969

15.03.: Wie im Dezember 1967 verursacht auch dieser Winter große Schäden: Zwischen Emden und Norden werden die Freileitungen der Bahn durch Eisregen vollständig zerstört.
31.12.: Die LAW gibt auch den verbliebenen Güterverkehr zwischen Leer und Esens auf, bis zum Jahresende sind die gesamten Gleisanlagen abgebaut.
Außerdem: Die Bahnhöfe Dornum und Esens erhalten Ausfahrsignale, Esens daneben ein neues mechanisches Stellwerk.


1970

01.08.: Die Außenstelle Norden des Bw Emden wird aufgehoben.


1971

01.01.: Kleine Kuriosität: Lok 044 190-7 (ex 44 1190) wird zum 1. Januar nach Emden umbeheimatet, hier am 15. Februar z-gestellt und schließlich am 2. Juni des Jahres in Emden ausgemustert, ohne je in ihrer neuen Heimat gesehen worden zu sein. Sie war schon vor ihrer Umbeheimatung im Bw Hamburg-Rothenburgsort abgestellt und blieb dort, bis sie zur Verschrottung abgerollt wurde.
Frühjahr/Sommer: Im Bahnhof Emden West werden Umbauten an den Gleis- und Signalanlagen durchgeführt, um ihn künftig als Hauptbahnhof nutzen zu können.
01.07.: Grundsteinlegung für das neue Empfangsgebäude in Emden Hbf.
25.09.: Der letzte Personenzug verlässt den Bahnhof Emden Süd, hier bleibt nur ein Behelfsbahnsteig für Fälle, in denen der Hbf nicht angefahren werden kann.
26.09.: Der Bahnhof Emden West heißt ab jetzt Emden Hbf.


1972

25.01.: Auf den Bahnhöfen Carolinensiel und Dornum werden Ausfahrsignale in Betrieb genommen.
01.02.: Die Signalmeisterei Emden betreut jetzt auch die Signale im Bahnhof Papenburg.
07.11.: Neuerungen an der Strecke Ihrhove-Neuweschans: Der Bahnhof Weener erhält Ausfahrsignale, an der Friesenbrücke und auf dem Bf Weener werden INDUSI-Einrichtungen in Betrieb genommen.


1973

24.05.: Die DB nimmt das neu errichtete Bahnhofsgebäude in Emden Hbf in Betrieb. Kurz darauf ziehen auch das Bahnhofsbüro, das Betriebsamt und die Generalvertretung dorthin um.


1974

01.04.: Im Zuge der bevorstehenden Auflösung der BD Münster wechselt das Bw Emden zur BD Hannover
31.12.: Die BD Münster wird aufgelöst.


1975

01.01: Die Generalvertretung (GV) Emden der DB wird aufgelöst. Ihre Aufgaben übernimmt die GV Oldenburg, die mit gleichem Datum ein Stadtbüro als Außenstelle in Emden einrichtet.
Oktober 1975: Die Elektrifizierung der Strecke Rheine-Emden-Norddeich wird beschlossen.


1977

01.04.: Die Emder Signalmeisterei wird zur Nachrichtenmeisterei.
26.10.: Als letzte planmäßig mit Dampflok geführte Zugfahrt der DB bringt 043 903-4 (ex 44 903) einen Hilfszug von Oldersum nach Emden. (Die Lok steht seit 1981 als Denkmal am Emder Bahnhofsplatz.)
Außerdem: Der Bahnhof Stickhausen wird zum Fahrplanwechsel aufgegeben. [Ostfriesland Magazin 5/2007]


1978

Frühjahr: Das Bw Emden wird umgebaut, alle Anlagen für den Dampflokbetrieb, die Drehscheibe und der Ringlokschuppen (letzterer nicht einmal 30 Jahre, die Versorgungsanlagen für ölgefeuerte Lok gerade 10 Jahre alt) werden abgerissen. Lediglich der dreiständige Werkstattschuppen bleibt erhalten, jetzt allerdings über Weichen angebunden.


1979

01.02.: Auf den Strecken Norddeich-Emden-Leer-Papenburg (-Lathen) und Leer-Ocholt wird der Zugbahnfunk in Betrieb genommen.
26.05.: Mit Ablauf des Winterfahrplans werden die Bahnhöfe Oldersum und Neermoor für den Personenverkehr geschlossen.
06.06.: In Emden wird das neue Stellwerk Ef in Betrieb genommen (Bauform SpDrL 60).


1980

24.05.: Unfall im Emder Rangierbahnhof: Der Lokführer von 220 038 (vor einem VW-Zug) überfährt ein Sperrsignal und fährt auf 221 150 auf (ebenfalls VW-Zug). Letztere wird darauf ausgemustert.
23.09.: Die Straßenbrücke beim Emder Hauptbahnhof wird offiziell eingeweiht. Damit kann der Bahnübergang der Larrelter Straße entfallen.
29.09.: Aufnahme des elektrischen Betriebes Münster-Emden-Norddeich (wegen verschiedener Bürgerproteste gegen den Bau der Überlandleitungen zur Versorgung der Oberleitung mit zwei Jahren Verspätung; ursprünglich war geplant, direkt vom Dampf zur elektrischen Traktion zu wechseln). Im Emder Hauptbahnhof wurde der 11.000. Streckenkilometer der DB mit Oberleitung versehen. Die Brücke über den Alten Binnenhafen wurde nach dem Vorbild einer Brücke in Heerenveen/NL (1952 mit Oberleitung überspannt) gestaltet und dürfte die erste mit Fahrleitung überspannte bewegliche Eisenbahnbrücke Deutschlands gewesen sein.


1981

29.05.: Der reguläre Betrieb der Spiekerooger Inselbahn wird eingestellt, statt dessen wird nur museumsähnlicher Betrieb als Pferdebahn aufrecht erhalten.
06.12.: Die 043 903-4 (ex 44 903) wird als Denkmal in Emden aufgestellt (siehe dazu die Seite zur Denkmallok).
31.12.: Zu diesem Stichtag zählt das Bw Emden zur BD Hannover, Maschinenamt Osnabrück. Beheimatet sind hier insgesamt 20 Triebfahrzeuge der Baureihen 260, 261, 291, 323, 324, 332 und 701.


1982

24.03.: Die Juister Inselbahn stellt ihren Betrieb ein.


1983

01.01.: Bahnmeisterei und Nachrichtenmeisterei Emden werden verwaltungsmäßig zusammengefasst.
März: Die Bahnhöfe Apen und Filsum der Strecke Oldenburg-Leer werden geschlossen.
Januar: Der Petkumer Ortsbürgermeister regt an, das leerstehende Bahnhofsgebäude zu einem Jugendtreff umzugestalten. (Daraus wird nichts und das Gebäude einige Zeit später abgebrochen.)
April: Der Bahnübergang Hansastraße in Emden wird mit einer automatischen Schranken- und Lichtzeichenanlage ausgestattet. [Emder Zeitung 19.04.2008]
28.05.: Die Bahnstrecke Dornum-Esens wird stillgelegt. Der Haltepunkt Norden (Stadt) – früher Norden Osterstraße – wird offiziell geschlossen, nachdem hier bereits seit einigen Jahren kein Zug mehr gehalten hat.
Außerdem: Die Bahnanlagen im Emder Hafen umfassen mehr als 56 Kilometer Gleise.


1984

Oktober: Der Wasserturm des früheren Bw Norden wird gesprengt und abgebrochen.


1985

Das Bundesbahnbetriebsamt Emden wird aufgelöst, die Aufgaben übernimmt eine Dienststelle in Oldenburg.


1987

28.05.: Der Reisezugbetrieb auf der Strecke Jever-Harle wird (offiziell) eingestellt, die „Tidezüge“ im Anschluss an die Fähre nach Wangerooge fahren allerdings noch bis zum 26.09.
Pfingsten: Die am 25.02.1987 gegründete Museumseisenbahn Küstenbahn Ostfriesland e.V. (MKO) führt auf der Strecke Norden-Hage-Dornum die ersten Sonderfahrten durch. Als Zuglok dient die kurz zuvor aus der Konkursmasse erworbene und im Bw Emden aufgearbeitete Werklok des Emder Eisenschwamm-Werkes Nordferro, die zunächst noch den alten Anstrich, aber bereits die Beschriftung der MKO trägt (siehe Seite Werklok bei den Fahrzeugen des Bw Emden).
27.09.: Die Haltestelle Burhafe wird aufgehoben (vgl. 09.12.2005).


1988

März: Die Stillegung der Strecke Norden-Dornum kommt ins Gespräch.
Mai: Die Gütertarifpunkte Loppersum und Marienhafe werden abgeschafft, die DB verkauft Teile des Geländes des Emder Südbahnhofes.
25.09.: Die Strecke Jever-Harle wird endgültig stillgelegt.
November: Das Stillegungsverfahren für die Strecke Norden-Dornum wird begonnen, gleichzeitig wird die Einstellung des Verkehrs Abelitz-Aurich erwogen.

 


1989

Februar: In diesem Monat soll – so eine Verlautbarung der BD Hannover – eine Eisenbahnfähre zwischen Emden und dem britischen Hafen Immingham (England) den Verkehr aufnehmen (Emder Zeitung vom 20.04.13). Die Pläne für eine mehrmals wöchentlich verkehrende Verbindung gehen aber (wie so oft…) sang- und klanglos unter.


1990

29.05.: Laut einem Artikel der Emder Zeitung fordert der Leiter des Emder Bahnhofes Leemhuis eine zweites Gleis für die Strecke Leer-Oldenburg und eine Südschleife für den Bahnhof Leer. Da es durchgehende Züge nur in der Relation Emden-Leer-Oldenburg gibt, die Strecke aus Oldenburg aber aus nördlicher Richtung in den Leeraner Bahnhof geführt wird, müssen alle Züge hier Kopf machen. Außerdem wirken sich auf der eingleisigen Strecke Leer-Oldenburg Verspätungen eines Zuges jedesmal auch auf die Gegenrichtung aus, da es auf den 55 km nur noch 3 Kreuzungsstellen gibt und die Streckenhöchstgeschwindigkeit keine „Aufholjagden“ zulässt.

12.07.: Kleines Missgeschick auf den Gleisanlagen der Emder Hafenumschlagsgesellschaft EHUG am Südkai (siehe Foto). Verletzt wurde niemand und auch der Waggon überstand den Ausflug in den Schotter unbeschadet.


1991

April: Für die bevorstehende Elektrifizierung der Strecke Leer-Oldenburg werden die Gleise unter den Brücken der Leeraner Umgehungsstraße und der Bundesstraße 436 (Leer-Hesel) tiefer gelegt.
Anfang Mai: In der Emder Zeitung erscheint ein Artikel über die geplante Umgestaltung des ehemaligen Bahnhofes Emden Süd in ein Wohngebiet. (Die dann 15 Jahre später in Angriff genommen wird.)
30.09.: Die Eisenbahnstrecke Bad Zwischenahn-Edewechterdamm wird stillgelegt.


1994

01.01.: Auf der Strecke Abelitz-Aurich wird der Güterverkehr eingestellt, davon ausgenommen bleiben zunächst die Transporte zum Bundeswehrdepot in Dietrichsfeld bei Aurich.


1996

15.02.: Die in Marienhafe als Denkmallok aufgestellte 81 004 wird von ihrem Sockel gehoben und wechselt zum Hessencourrier nach Naumburg, wo sie mittelfristig wieder in Betrieb genommen werden soll.
30.04.: Die der Verbindung Abelitz-Aurich verbliebenen Transporte zum Depot der Bundeswehr werden eingestellt, da sie der Bundeswehr zu teuer werden. Die Strecke wird daraufhin endgültig stillgelegt. Die Bundeswehr versorgt ihr Depot künftig mit Lkw.
Außerdem: Die DB AG errichtet ein neues Anschlussgleis von der Strecke Emden-Leer (nahe Eisinghausen) zum Industriegebiet Nüttermoor.


1997

01.01.: Die Einsatzstelle Emden (ehemaliges Bw Emden) des Betriebshofes Oldenburg wird nach Auflösung des Bh Oldenburg Einsatzstelle der Zweigniederlassung (ZNL) Bremen, der damit unter anderem die Est Emden, Emden Hbf, Leer, Norddeich und Wilhelmshaven unterstehen.
25.03.: Die wiederaufgearbeitete Lok DOLLART der Borkumer Inselbahn wird als Museumslok „BORKUM“ wieder in Betrieb genommen.
26.05.: Der 1976 von der Borkumer Inselbahn an die DGEG verkaufte und zuletzt beim DEV in Bruchhausen-Vilsen untergestellte Wismarer Schienenbus der Bauart Hannover kehrt auf die Insel zurück.
01.06.: Mit dem Fahrplanwechsel übernehmen andernorts entbehrlich gewordene 103 einige InterRegios auf der Emslandstrecke.
Juli: Der Bau eines direkten Verbindungsgleises vom VW-Werk Emden zum Außenhafen und der Verladeanlage im VW-Werk wird begonnen.
14.07.: Die Umbauarbeiten der Anlagen in Emden-Außenhafen beginnen.
04.09.: Eröffnung des Bahnhofszentrums „Nordseepassage“ auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände in Wilhelmshaven.


1998

15.01.: Die Strecke von Varel West wird stillgelegt [EBA].
31.01.: Die geöffnete Eisenbahnbrücke über die Ems bei Hilkenborg wird von der Ladung eines Schleppverbandes gerammt. Da sie sich wegen der Schäden nicht mehr schließen lässt, wird der Bahnverkehr zwischen Leer und Groningen einige Tage eingestellt.
01.03.: Die Strecke von Varel West nach Rahling wird stillgelegt (Genehmigung des EBA vom 15.01.).
04.03.: Der zurückgekaufte und restaurierte Wismarer Triebwagen T 1 der Borkumer Kleinbahn wird wieder in Betrieb genommen.
01.05.: Stilllegung der Strecke Oldenburg – Ohmstede (Genehmigung des EBA vom 02.03.)
Außerdem: Als Teil der seit Jahren angekündigten Umbaumaßnahmen erhält der Emder Hauptbahnhof elektrische Aufzüge von der Überführung zu den Bahnsteigen.


1999

März: Die DB AG kündigt an, das Werk Emden (ehemals Betriebswagenwerk Emden) zu schließen und schadhafte Waggons künftig in Werken in Westfalen oder im Rheinland reparieren zu lassen.
15.03.: Die Strecke Sande-Esens wird gesperrt. Bis zum Ende des Jahres soll sie durch die DB AG völlig saniert werden, der Beginn der Arbeiten wird aber immer wieder verschoben..


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© Thomas Feldmann, Emden (Ostfriesland)
erstellt 29.05.2000 – letzte Änderung 11.09.2018