Hannoversche Westbahn

WestbahnZwischen Emden und Rheine bildet die am 4. November 1854 zwischen Emden und Papenburg, am 2. Mai 1856 zwischen Papenburg und Lingen und am 23. Juni 1856 auf der Gesamtstrecke eröffnete Westbahn einen Teil der heute als „Emslandstrecke“ bekannten Verbindung Münster – Norddeich-Mole. In Rheine biegt die Strecke Richtung Osnabrück ab und verläuft nach Hannover. Die Westbahn selbst endete allerdings bereits in Löhne, von hier aus wurde Hannover über eine schon vorhandene Strecke der Cöln-Mindener Eisenbahn erreicht.
Durch verschiedene Umstrukturierungen ist dieser Zusammenhang im Laufe der Zeit verloren gegangen. Heute bildet der Streckenverlauf Hamm – Münster – Rheine – Emden eine Einheit (bzw. für Reisende die Relation Münster/Rheine – Norddeich Mole), allerdings liegt der Beginn der DB-Strecke 2931 in Hamm bereits bei km 134,77, da sich der Streckenursprung seit 1868 in Warburg befindet.

Die Stationen: Emden, Petkum, Oldersum, Neermoor, Leer, Ihrhove, Steenfelde, Papenburg, Aschendorf, Dörpen, Kluse, Lathen, Haren, Hemsen, Meppen, Geeste, Lingen, Elbergen, Leschede, Salzbergen, Rheine, Rodde, Hörstel, Esch, Ibbenbüren, Laggenbeck, Velpe, Lotte, Osnabrück-Eversburg, Osnabrück, Lüstringen, Wissingen, Westerhausen, Melle, Bruchmühlen, Ahle, Bünde, Kirchlengern, Löhne, (Hannover).

Anschlüsse bestehen


Hendschel's Telegraph, 1865
Fahrplan aus Hendschel’s Telegraph, Ausgabe Juni 1865

Die erste Eisenbahn in Ostfriesland

Ein Bericht über den Bau der Eisenbahn Emden – Papenburg von einem unbekannten Zeitzeugen.

Der erste Eisenbahn ist in Ostfriesland im Jahre 1851 zu machen angefangen und war im Jahre 1854 den 23. November soweit fahrbaar von Emden nach Papenburg, da der erste Personenzug den 23. November von Emden nach Papenburg führte. Da waren gross Maschiene, war die Personen Wagen. Die beiden Maschien waren bekräntzt und auf dem Zuge sind hier in Neermoor auss zwei kleine Kanonen geschossen worden, zum freude, dass der Bahn soweit eröffnet war. Wir nanten damahls die beiden kleine Kanonen Dreibasster. Am demselben Tage war dass Land weiss mit Schnee bedeckt, als war der Tag gerade hier Buss und Bettag. Der erste Persoen, der dem Eisenbahn aussgemessen hat, war Bau Conduktür Pallens, der erste Eisenbahnaufseher war Burdorf, der zweite Linkermann, der ist in Leer gestorben und die Eissenbahnarbeiter haben ihn von der jetzigen Leeranerstrasse durch die Osterstrasse auf der Todtenbahre nach dem jetzigen Lutherische Kirchhof getragen und das ist er beerdigt. Der dritte Aufseher war Seelemeier, dass war der letzte Eisenbahn-Aufseher, da war der Bahn fertig. Der erste Schachtmeister bei Neermoor war Hölling. Der hatte im Südermeer 3hundert Maanschaften, meist solche Arbeiter welche in der Kar[r]e gingen und dass Sand auf die Bahn schieben. Der 2te Schachtmeister war Bunger, der 3te war Trodermann, der 4te war Brandes. Der 5te war zuletzt von den Schachtmeistern, die von Leer nach Oldersum für damahls der Bahn mit fertig gemacht haben, Butterbrod. Der Eisenbahn war gleich so breit gemacht, dass 2 bis drei Züge sich vorbeifahren können. Da der Eisenbahn von Emden nach Hannover fertig war, da fahren nicht mehr Züge mit Personen und Gütter Vieh [d. h. Personen- und Güterzüge befördern nun kein Vieh mehr]. Den 5 Täglich nach her [5 Tage danach] kamen allmälich mehr Züge. Da war lange nur ein Spur, jetz sind schon zwei da und bald kommt vielleicht dass dritte Geleise.
Muss noch bemerken, wass jeder Arbeiter pro Tag damahls verdiente. Der Tagelohn war erst 1 Mark 25 Pfennige die Person, etwas später verdient ein Person täglich 1 Mark 50 Pfennige. Da der Bahn bald fertig war verdient jeder Arbeiter a Tag 1 Mark 75 Pfennige. „O“, sagten die Arbeiter damahls, „dass ist ein sehr hoher Lohn“, aber dess Morgens 5 Uhr müssen die Leute bei der Arbeit sein, den[n] es war da schon zu stelle der Vorarbeiter, der die Leute ihr Namen aufschrieb, wenn der Schachtmeister noch nicht da war.

Anmerkungen:
1854 fiel der Buß- und Bettag auf den 22. November.
Die im Original völlig fehlende Zeichensetzung wurden zur besseren Lesbarkeit von mir ergänzt, ebenso die Anmerkungen in eckigen Klammern und kursiver Schrift.
Zur Erläuterung: Die plattdeutsche Sprache kennt nur die Artikel „de“ (der und die) und „dat“ (das), die in allen vier Fällen unverändert bleiben. Daher hat der – jedenfalls von Haus aus Platt sprechende – Erzähler mangels besseren Wissens in etwas unsicherem Hochdeutsch über „der Bahn“ und „das Sand“ gesprochen.


"D-ZUG bei EMDEN, 11.7.1929", Foto: Willy Pragher
„D-ZUG bei EMDEN, 11.7.1929“ betitelte Willy Pragher (1908-1992) diese Fotografie (Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Landesarchives Baden-Württemberg/Staatsarchiv Freiburg). Leider ist es mir noch nicht gelungen, den Ort der Aufnahme zu bestimmen.

Zur Orientierung sind bei den Stationen die Streckenkilometer des Abschnittes Emden-Rheine nach dem Buchfahrplan Heft 2B der Bundesbahndirektion Münster, gültig vom 28. Mai 1972, angegeben. Die Angaben für den Abschnitt Rheine-Löhne stammen aus dem Buchfahrplan Güterzüge Heft 1000, gültig vom 22. Mai 1977 an.


EMDEN (km 348,6)
ab 01.03.1938: EMDEN SÜD

Emden (F. G. Müller)
Das Empfangsgebäude auf einer Lithografie von Friedrich Gottlob Müller (1816-1908). Links davon steht der Güterschuppen, von dem Teile noch bis 2007 vorhanden waren. Ganz im Hintergrund ist die Große Kirche zu erkennen.
Emden 1888
Foto: Verlag W. Haynel, Emden & Borkum, 1888

Diese Fotografie des Emder Bahnhofes entstand 34 Jahre nach der Eröffnung der Strecke Emden-Papenburg. Vor dem Empfangsgebäude steht eine dagegen noch fast neue Lokomotive, die 1887 nach der preußischen Normalie M III-1 gebaut wurde (spätere Gattung P 31). Wahrscheinlich handelt es sich um die Lok 232 der Eisenbahndirektion Cöln (rechtsrheinische).

Emden_1862 (Overlay)Benutzer von Google Earth können sich hier ein Overlay im Format „.kmz“ herunterladen, das den Bahnhofsplan von 1864 über die aktuellen Luftaufnahmen legt (Dateigröße ca. 2,2 MB), so wie links in einem Ausschnit als Vorschau zu sehen.

Emden Süd 1963
Foto aus dem Jahresbericht der IHK für 1963, vor Seite 65

Am 27. August 1944 wurde das Empfangsgebäude stark beschädigt und danach behelfsmäßig wieder hergerichtet. Dabei blieb es dann aber. Noch 1964 bemängelt die Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg: „Seit über einem Jahrzehnt hat die Kammer die Bahnhofsverhältnisse kritisiert und als eine Beleidigung für die Seehafenstadt Emden bezeichnet. Bis heute hat sich leider nichts geändert.“ Bis Abhilfe geschaffen wird sollte es allerdings noch einige Jahre dauern, dann aber an anderer Stelle (siehe bei der Küstenbahn).

Ostfriesische Zeitung Nr. 30 vom 30. September 1867
Ostfriesische Zeitung Nr. 30 vom 30. September 1867

Im Gleisvorfeld

Einfahrt nach Emden
Fotograf und Jahr unbekannt, wohl um 1930

38 3662 (eine Lok des Bw Emden) bringt einen Zug aus Richtung Leer in den Emder Bahnhof, aufgenommen vom Stellwerk Es aus. Der Zug überquert gerade die Brücke über die Petkumer Straße und wird in Kürze auf Gleis 1 ein Stück vor dem Empfangsgebäude halten. Rechts neben den Gleisen ist der Gutshof Friesland zu erkennen, der nahe der heutigen Einmündung der Südumgehungsstraße in die Petkumer Straße stand.
Das Stellwerk gibt es schon sehr lange nicht mehr, an Stelle des Gehöftes befindet sich heute eine Grünfläche.


Straßenbrücke Petkumer Straße (bei km 347,9)

Emden 1864
aus: Zeitschrift des Architekten- und Ingenieur-Vereins für das Königreich Hannover, 10. Jahrgang, 1864 (oben ist Südwesten)

Ursprünglich bestand im Zuge der Petkumer Straße ein Bahnübergang südlich der heutigen Score-Verwaltung, direkt daneben wurde der Oberemsische Deich durchstochen und die Öffnung mit einem Tor gegen Sturmfluten gesichert.
Vom Deich ist in diesem Bereich heute nichts mehr zu erkennen, am damaligen Standort der Locomotiv-Station (unten rechts) ist im Jahr 2020 ein Discount-Markt entstanden.

Brücke Petkumer Straße, Emden
Die Brücke über die Petkumer Straße am 30.03.2019. Foto: Thomas Feldmann (Blick nach Nordosten)

Als um das Jahr 1900 der Rangierbahnhof geschaffen wurde, wurden die Strecke und der Bahnhofskopf hochgelegt und etwas weiter südöstlich eine Eisenbahnbrücke errichtet. Die Petkumer Straße bekam dafür einen neuen Verlauf und macht seither einen nach Osten ausladenden Bogen.


Wykhoffweg bei Borssum (bei km 346,6)

Posten 246 am Bü Wykhoffweg, Emden
Foto: Oskar Schmidt, Stadtplanungsamt Emden, 07.08.1982

Direkt am Bahnübergang Wykhoffweg (links außerhalb des Bildes) befand sich der Posten 346, der tatsächlich ein bisschen nach richtigem Bahngebäude aussah.


PETKUM (km 344,4)

Die Haltestelle Petkum wurde erst 1872 eingerichtet, zunächst auch nur probehalber. Entsprechend hatte sie anfangs auch kein Gebäude erhalten. Erst nach der vorletzten Jahrhundertwende wurde dessen Bau in Angriff genommen und 1906 abgeschlossen. Baukosten: 22000 Mark.


Brücke Petkumer Sieltief (bei km 343,76)

Brücke bei Petkum
Foto: Jan Starink (1949-1992), 09.07.1972

Ein Personenzug Richtung Leer begegnet 042 105-7, die mit einem gemischten Güterzug auf dem Weg nach Emden ist.
Zu einhundert Prozent sicher bin ich zwar nicht, aber die Größe der Brücke und die Überlandleitung im Hintergrund sprechen sehr für die Überquerung des Petkumer Sieltiefs.


Klappweg bei Petkum (bei km 343,3)

Petkum, Böschungssetzungen bei Brücke Klappweg
Foto: 1966, Archiv der Bundesanstalt für Wasserbau Nr. HB12825 (www.baw.de, CC BY 4.0)

Als Ersatz für den Bahnübergang im Zuge des Klappweges bei Petkum entstand 1966 eine Straßenbrücke. Der schlechte Untergrund führte noch vor der Fertigstellung zu enormen Versackungen der Rampen, was Anlass für dieses Foto gab.
Posten 260 – links vor der Brücke – war doch etwas einfacher gehalten als sein Pendant bei Borssum.


Um 1940/41 begann zwischen Petkum und Oldersum der Bau einer Art Vorbahnhof in Verlängerung des Bahnhofes Oldersum. Vor allem Zugbewegungen von und zu Kohlenkai und Erzkai im Emder Binnenhafen (heute Nord- und Südkai) wären – durch Umgehung des Emder Rangierbahnhofes – wesentlich vereinfacht worden. Die Arbeiten wurde aber bereits 1943 wieder eingestellt.
Die Ausmaße der Anlage lassen sich auf Luftbildern trotzdem bis heute recht gut ausmachen. Die Brücke über die Lange Maar direkt westlich des Oldersumer Bahnhofes bietet Platz für ein drittes Gleis, ebenso das nach Westen anschließende Planum. Ab Höhe Grootlandsweg erweitert sich die Fläche allmählich (wie für eine Gleisharfe erforderlich) und formt schließlich grob ein Rechteck von 100 Metern Breite und über 600 Metern Länge. Hier hätten also wohl 10 bis 12 Gleise mit jeweils über 500 m Nutzlänge entstehen können.


OLDERSUM (km 339,4)

Oldersum
Fotografie ohne Fotograf und Jahr

Irgendwann zu preußischer Zeit ließen sich Beamte und Arbeiter vor „ihrem“ Bahnhof ablichten.

Oldersum
Ansichtskarte: Verlag Foto-Kuhlmann, Bremerhaven, 1955

Der Bahnhof Oldersum von der Straßenseite. Die Station wurde zum 26.05.1979 geschlossen. Das Empfangsgebäude existiert nicht mehr, hier steht jetzt ein zweckmäßiges Fahrdienstleiter-Stellwerk der 1980er Jahre.


NEERMOOR (km 331,5)

Neermoor 1899
Ansichtskarte: Verlag J. C. Poppinga, Leer, gelaufen 1899
Neermoor 1977
Fotograf unbekannt, datiert 23.10.1977

Am Bahnübergang Kirchstraße stand das Stellwerk Nn, von dem aus auch die Schrankenanlage bedient wurde.

Neermoor

Eine leider undatierte Ansichtskarte mit einem schönen Blick über den Kolk auf den Bahnhof.

Neermoor 1960
Ansichtskarte: Verlag Foto-Kuhlmann, Münster, gelaufen 1960 (Ausschnitt)

Ein Bild aus ähnlicher Perspektive, nur deutlich jünger. Das Bahnhofsgebäude hat zwischenzeitlich einen Anbau erhalten und das vorspringende Schild mit dem Stationsnamen ist einer einfachen Farbanschrift gewichen.

Neermoor (Gleisseite)
Foto: Thomas Feldmann, 08.04.2006

Auch in Neermoor halten seit dem 26.05.1979 keine Züge mehr. Bei meinem Besuch im April 2006 befand sich das einst ansprechende Empfangsgebäude leider in keinem guten Zustand.
Bereits Anfang 2019 wurde berichtet, dass Neermor in naher Zukunft aber wieder eine Eisenbahn-Haltestelle bekommen könnte. Im Sommer 2021 wurde es konkreter: Die Planungsunterlagen für einen Haltepunkt mit versetzten Bahnsteigen am Bahnübergang Kirchstraße lagen aus.


Bahnübergang km 324,4

Posten Leer-Heisfelde
Foto: Thomas Feldmann, April 2003

Am Logaer Weg in Leer steht eines der wenigen erhaltenen alten Postengebäude der Strecke. Auch wenn das Dach und die Fensteröffnungen im Obergeschoss verändert wurden, ist der ursprüngliche Charakter dieser Gebäude hier gut erhalten.


etwa bei km 324,0

38 2777 bei Leer, Juli 1965
Foto: Hans van Engelen, Juli 1965

Ein Blick von der Brücke des Leeraner Stadtrings: Die Emder 38 2777 und eine weitere Lok der Baureihe 3810-40 haben mit ihrem Personenzug aus Emden fast schon Leer erreicht. Im Hintergrund ist eben noch ein helles Auto auf dem Bahnübergang Logaer Weg zu erkennen.
Rechts ist das Gleis der Kleinbahn Leer-Aurich-Wittmund zu sehen, das im Rücken des Betrachters die Staatsbahngleise überquert hat und hier in einem großen Bogen nach Osten abbiegt.


LEER (OSTFRIESL) (km 323,1)

Leer 1901
Ansichtskarte: ohne Verlagsangabe, gelaufen 1901

Leer 1883Die Anlagen des Leeraner Bahnhofes mit seinem Anschluss an den Hafen im Jahre 1883. Der Zollspeicher (im Bild oberhalb des Empfangsgebäudes direkt am Kai) ist heute noch vorhanden, das Hafenbassin und der anschließende Teil der Ledaschleife dagegen wurde bereits vor Jahrzehnten zugeschüttet. Hier befinden sich heute unter anderem das Postgebäude mit seiner Hoffläche und die Polizei.

Bahnhof Leer
Fotograf unbekannt, datiert 1943
Leer
Foto: P. W. Romani van der Werf, Zeewolde/NL, 1973

Bahnsteigszene am einem Sonnabend im Juli 1973, 14:30 Uhr. Lok 012 077-4 macht sich mit ihrem Vorzug auf den Weg nach Münster. Der Zug ist aus vier Bye und einem Schürzenwagen 1. Klasse gebildet.

Leer 1979
Foto: Christian Küppers, Ober-Ramstadt, 06.09.1979

Gute sechs Jahre später ist der Zugverkehr verdieselt. Am 6. September 1979 um 10:23 läuft hier 220 084-8 mit ihrem Zug ein. Die Fahrleitung für die nächste Traktionsumstellung hängt bereits.

Leer 1910
Als Kreuzungsstation verfügte Leer natürlich auch über großzügige Wartesäle mit Bewirtung.
Ansichtskarte: Verlag Br. Fischer, Leer i. O., ohne Jahr

Ledabrücke bei Leer

Da die Leda beim Bau der Westbahn noch einen wichtigen Verkehrsweg ins ostfriesche Binnenland darstellte, musste der Fluss mit einer beweglichen Brücke überquert werden. So entstand hier eine Blechbalkenbrücke mit sechs festen Feldern und einer einarmigen Drehbrücke. Bei ihrer Fertigstellung war sie die größte der bis zu diesem Zeitpunkt 52 in Schmiedeisen ausgeführten Brücken der Hannöverschen Staatsbahn. Ab dem 11. März 1912 verfügte die Ledabrücke dann auch über Deckungssignale.

Fotografie aus „40 Jahre ED Münster i. W.“

Der ursprüngliche Bau wurde später durch die abgebildete doppelte Drehbrücke ersetzt. Das etwa 1930 entstandene Foto zeigt in Bildmitte den beweglichen Teil sowie an den Bildrändern die auf beiden Ufern vorhandenen Blockstellen I und II. Der Schiffsverkehr hat offensichtlich schon bald stark nachgelassen: Im Amtsblatt der Reichsbahndirektion Münster wurde bekanntgegeben, dass am 23.02.1935 die beiden Blockstellen außer Betrieb genommen würden, weil die Drehbrücken festgelegt worden seien. Signale und andere Einrichtungen wurden kurz darauf entfernt.
Am 21. April 1945 wurde auch die Ledabrücke gesprengt (fünf Tage nach der Friesenbrücke), kurz darauf konnte der Betrieb über eine eingleisige Behelfsbrücke wieder aufgenommen werden. Dazu wurde an der Einfädelung der zweigleisigen Strecke südlich der Brücke wieder ein Posten eingerichtet, der 1971 (nach Inbetriebnahme des neuen Leeraner Stellwerks) wieder aufgehoben und ein paar Jahre später abgebrochen wurde.

Ledabrücke bei Leer, 1950er Jahre
Ansichtskarte: Cramers Kunstanstalt Dortmund (CeKaDe), herausgegeben 1961 (Ausschnitt). Das Foto für die Karte ist aber einige Jahre früher entstanden und zeigt noch die Behelfsbrücke.
Ledabrücke Leer, 1975
Foto: Manfred Bitzer, Mai 1975

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam man nun endgültig mit einer unbeweglichen Kontruktion aus. Obwohl die Pfeiler der neuen, 1957 fertiggestellten Ledabrücke für einen zweigleisigen Betrieb ausgelegt wurden und darauf sogar noch bei der Elektrifizierung Rücksicht genommen wurde (Lage der rechten Speiseleitung!), besitzt sie bis heute nur einen eingleisigen Überbau – Wärterhäuser gibt es natürlich auch keine mehr.

Ledabrücke 2007
Foto: Thomas Feldmann, Emden, 06.05.2007

IHRHOVE (km 315,5)

Ihrhove 1924
Ansichtskarte: Verlag Rolf Co., Hannover, 1924

Das Bahnhofsgebäude der Hannöverschen Staatsbahn stand auf der Ostseite der Strecke direkt am Bahnübergang.

Ihrhove 1906
Ansichtskarte: Verlag J. C. Poppinga, Leer, gelaufen 1906
Ihrhove 1913
Ansichtskarte: Verlag Carl Müller, Leer, 1913

Mit dem Bau der oldenburgischen Strecke von Oldenburg über Leer nach Nieuweschans entstand ein neuer Bahnhof in Insellage zwischen den Gleisen nach Nieuweschans (rechts außerhalb des Bildes) und der nun preußischen Strecke Emden-Rheine (vorne). Am 11. Juli 1924 ist das Gebäude fast vollständig abgebrannt, die Ruine wurde kurz darauf abgebrochen.

Ihrhove
Ausschnitt aus einer Negativplatte, Verlag CeKaDe, Dortmund, datiert 20.10.1958

Der Inselbahnsteig blieb nach dem Brand in seiner Funktion erhalten. Das neue Empfangsgebäude (rechts, heute noch vorhanden) wurde 1925/26 dann aber wieder östlich der Strecke errichtet, so dass die Reisenden die Gleise überqueren mussten.
Links daneben (Bildmitte) steht noch der alte Hannöversche Bahnhof, der nach dem Bau des zweiten Empfangsgebäudes vermietet worden war und daher nach dessen Zerstörung nicht zur Verfügung stand. Er wurde schließlich um 1970 abgebrochen.
Das Haus gleich dahinter beherbergte eine Gaststätte und diente als Haltepunkt der Kleinbahn Ihrhove-Westrhauderfehn. Es ist damit gleichsam Nummer 4 in der Reihe der Ihrhover Bahnhofsgebäude.


STEENFELDE (km 312,4)

Steenfelde
Ansichtskarte: Verlag Carl Müller, Leer, gelaufen 1917

Wie bei vielen kleinen Ortschaften hielt man beim Bau der Bahn einen Halt in Steenfelde für entbehrlich. So wurde die Haltestelle hier erst im Jahr 1911 eingerichtet und laut Amtsblatt der Königlichen Eisenbahn-Direktion Münster am 1. Juni dem Betrieb übergeben.

unten: Die Haltestelle Steenfelde und der Bahnübergang mit versammelter Mannschaft irgendwann vor dem Ersten Weltkrieg.

ehem. Haltestelle Steenfelde
Foto: Thomas Feldmann, Emden, 18.04.2007

Der Bahnweg am 18. April 2007. Einen Bahnübergang gibt es hier noch, das kleine Haltestellengebäude wurde dagegen im August 1987 abgebrochen.


Block Steenfelde (km 311,2)

Block km 311,2 bei Steenfelde
Foto: Thomas Feldmann, Emden, 16.04.2007

Dieses ehemalige Blockstellengebäude befindet sich rund einen Kilometer südlich der früheren Haltestelle. Die Blockstelle dürfte im Jahr 1986 aufgehoben worden sein, denn es gibt eine entsprechende Änderung im Gleisplan von Papenburg, die auf den 20.05.1986 datiert ist.


PAPENBURG (EMS) (km 306,1)

Papenburg 1870
Lithografie von Friedrich Gottlob Müller (1816-1908), um 1870
Papenburg 1903
Ansichtskarte: Verlag Heinr. Rodberg, Papenburg, gelaufen 1903

Der Papenburger Bahnhof wurde ähnlich gestaltet wie die in Emden und Leer: Empfangsgebäude in Seitenlage (am Ende der Bahnsteige) und ein neben den Gleisanlagen liegendes Hafenbecken. Eine „zollfreie Niederlage“ war hier allerdings entbehrlich. Auf der Lithografie ist rechts der Gebäude auch die erste Kanalbrücke zu erkennen.

Papenburg 1910
Ansichtskarte: Verlag Heinr. Rodberg, Papenburg, um 1910
Papenburg 1947
Ansichtskarte: Verlag Cramers Kunstanstalt, Dortmund, 1947

Die freien Giebel haben sich auf Dauer fast nirgendwo erhalten, da der Anschluss der Dachflächen oft nicht richtig dicht zu halten war. Auch in Papenburg wurde das attraktive Äußere zugunsten von Dachüberständen aufgegeben.

Papenburg 1960
Ein Überblick über die Bahnhofsanlagen mit Empfangsgebäude, Güterschuppen und Hafenbecken. Oben rechts ist die Schiffswerft Meyer zu sehen, die sich bis in die 1980er Jahre noch am Hauptkanal befand.
Negativplatte: Cramers Kunstanstalt, Dortmund, um 1960 (Ausschnitt)

Kanalbrücke Papenburg

Drehbrücke Papenburg
aus: Zeitschrift des Architecten- und Ingenieur-Vereins für das Königreich Hannover, 1856

Gleich an der südwestlichen Bahnhofseinfahrt musste der Hauptkanal überquert werden, der – von der Ems weit ins Moor gegraben – die Keimzelle Papenburgs bildete. Da der Schiffsvekehr auf den Kanälen und Wieken der Fehnkolonie damals noch große wirtschaftliche Bedeutung hatte, war natürlich eine bewegliche Brücke notwendig. Die Wahl fiel auf eine ungleichschenklige Drehbrücke. Heute befindet sich hier eine markante doppelte Klappbrücke mit einem zwischen den Gleisen angeordeneten Stellwerk, nachdem 1952 zunächst nur eine Brücke gebaut worden war.

Klappbrücke Papenburg
Foto: Thomas Feldmann, 03.10.2018

ASCHENDORF (km 300,8)

Ansichtskarte ohne Verlag und Jahr, gelaufen 1903

Aschendorf musste sich mit einem etwas einfacheren Empfangsgebäude begnügen, wie es ähnlich auch für andere mittlere Landstationen wie z. B. Neermoor oder Haren errichtet wurde.

Aschendorf 1900
Ansichtskarte ohne Verlag und Jahr, gelaufen 1904

DÖRPEN (km 291,5)


KLUSE (km 287,1)

Kluse
Foto: Manfred Bitzer, Mai 1975

Um 17:40 Uhr an einem Tag im Mai 1975 durcheilt 012 081-5 mit ihrem Zug den Bahnhof Kluse in Richtung Emden.


LATHEN (km 279,0)

Lathen 1900
Ansichtskarte: Verlag F. Hüsig, Lingen, ohne Jahr

Lathen verfügte neben dem ab 1856 betriebenen Staatsbahnhof ab 1898 noch über eine zweite Bahnstation. In diesem Jahr wurde die Hümmlinger Kreisbahn eröffnet, deren Endstation auf dieser Ansichtskarte ebenfalls abgebildet ist.

Lathen 1973
043 652-7 mit einem Erzzug auf dem Weg nach Rheine. Foto: Manfred Bitzer, Juli 1973

KELLERBERG (km 270,4)
ab 1903: HAREN (EMS)

Haren
Ansichtskarte: Verlag F. Hüsig, Lingen, ohne Jahr

HEMSEN (EMS) (km 265,0)

Hemsen bekam zum 1. Mai 1905 einen Haltepunkt für den Personen- und den beschränkten Gepäckverkehr. [Amtsblatt der KED Münster 20/1905]


MEPPEN (km 260,1)

Meppen 1911
Ansichtskarte: Verlag W. Döbbeler, Meppen, 1911

Hasebrücke bei Meppen

Hasebrücke Meppen 1973
Foto: Manfred Bitzer, Juli 1973

Etwa einen Kilometer südlich des Meppener Bahnhofes, auf den hier eine Lok der Baureihe 012 zustrebt, überquert die Strecke den Fluss Hase.


GEESTE (km 249,0)

Die Ostfriesische Zeitung meldet in ihrer Ausgabe vom 26.05.1899: „Lingen, 25. Mai. Zwischen hier und Meppen ist an der Eisenbahnstrecke Rheine-Emden der Haltepunkt Geeste für den Personen- und beschränkten Gepäckverkehr eröffnet worden.“


LINGEN (km 239,8)

Lingen 1919
Ansichtskarte: Verlag R. van Acken, Lingen, gelaufen 1919
Lingen
Ansichtsarte, Verlag L. Nottbeck, Lingen, ohne Jahr
Lingen 2009
Lingen, 13.12.2009. Foto: Stefan Kunzmann, BahnhofLingenEG, CC BY-SA 4.0
82 008 in Lingen
82 008 als Denkmallok in Lingen. Foto: Thomas Feldmann, 03.08.1990

1974 wurde die Lok 082 008-4 als Denkmal am Lingener Bahnhof aufgestellt (beschriftet als 82 008). Im Jahre 2003 wurde die letzte erhaltene Lok dieser Baureihe von ihrem kurzen Gleis geholt und befindet sich nun im DB Museums Koblenz.

Lingen, Hafen
Ansichtskarte: Verlag L. Nottbeck, Lingen

Etwas südlich des Bahnhofes zweigte ein Gleis Richtung Westen ab, mit dem der Lingener Hafen angeschlossen wurde.


Emsbrücke bei Hanekenfähr

Hanekenfähr 1900
Ansichtskarte: Verlag L. Nottbeck, Lingen, gelaufen 1901

Bei Hanekenfähr etwas südlich Lingens überquert die Westbahn die Ems. Hier entstand eine der größeren Brücken der Strecke, zweigleisig und mit „5 Oeffnungen von 320′ lichter Weite“ (lt. Metger, also rund 93 m), wenn auch der Bau im Vergleich mit der mehr als doppelt so langen Ledabrücke bei Leer als eher einfach beschrieben wird.

Hanekenfähr 1913

Das hannöversche Bauwerk aus geraden Blechwandträgern wurde von der preußischen Eisenbahndirektion Münster durch einen Neubau mit parallelen Bögen ersetzt, dessen Gerüst am 4. Dezember 1913 einstürzte.

Emsbrücke Hanekenfähr
Ansichtskarte: Verlag L. Nottbeck, Lingen, um 1960

Ansicht aus der Nachkriegszeit.


ELBERGEN (km 232,0)


LESCHEDE (km 225,6)

Leschede
Ansichtskarte: Verlag Wilhelm Draschner, Leschede, ohne Jahr

SALZBERGEN (km 216,7)

Salzbergen 1905
Ansichtskarte: Verlag F. Hüsig, Lingen, gelaufen 1905
Salzbergen 1954
Ansichtskarte: Verlag Reckers, Salzbergen i. Hann, 1954
043 196-5 in Salzbergen
043 196-5 als Denkmallok in Salzbergen. Foto: Thomas Feldmann, 15.08.1990

Im August 1978 wurde die Lok 043 196-5 von der Gemeinde Salzbergen gekauft und als Denkmal am Bahnhof aufgestellt. 1990 befand sie sich in keinem guten Zustand mehr und so wurde die Lok 1992 äußerlich komplett restauriert und zusätzlich mit einem Schutzdach versehen.


RHEINE (km 208,9 / 179,9)

Rheine 1906
Ansichtskarte: Verlag H. Siebenhar, Cöln & Rheine, gelaufen 1906

Der erste (hannöversche) Bahnhof in Rheine wurde am 30. Juni 1856 nach rund drei Jahren Bauzeit eröffnet, hier in der rechten Bildhälfte zu sehen. 1884 wurden die bis dahin getrennten hannöverschen und westfälischen Bahnhöfe zusammengefasst und es entstand ein neues gemeinsames Stationsgebäude, das dürfte der gestreifte Bau links sein.
Nach dem Bau des (dritten) Empfangsgebäudes von 1927 blieb das erste zwar noch erhalten, es wurde aber 1976 abgebrochen, um einem neuen Betriebsgebäude Platz zu machen.

Rheine 1943
Ansichtskarte: Verlag Cramers Kunstanstalt, Dortmund, 1943

1927 wurde der Bahnhof stark umgebaut und erhielt dabei auch eine neues, modernes Empfangsgebäude. Einer der markanten Ecktürme des ersten Bahnhofes von 1856 ist hier am linken Bildrand noch zu sehen.


RODDE (km 173,0)

Rodde 1950
Ansichtskarte: Verlag Willy Küsters, Rheine, um 1950

HÖRSTEL (km 168,2)


ESCH (km 163,6)
heute: IBBENBÜREN-ESCH

Amtsblatt_1920-09-10
Amtsblatt der ED Münster (Westf) Nr. 52, 10.09.1920

IBBENBÜREN (km 158,6)


LAGGENBECK (km 154,1)
heute: IBBENBÜREN-LAGGENBECK

Am 8. Dezember 1980 wurde der Bahnhof Laggenbeck in eine „betrieblich unbesetzte Haltestelle (Ausweichanschlussstelle)“ umgewandelt. (Schreiben 35 B 36 Bebsh 201 vom 17.12.1980)


VELPE (km 148,1)


LOTTE (km 142,9)

Lotte
Ansichtskarte: Verlag M. Wilk, Osnabrück, ohne Jahr

EVERSBURG (km 137,4)
heute OSNABRÜCK-EVERSBURG

In Eversburg mündet seit 1876 die Eisenbahnstrecke von Oldenburg in die Strecke Rheine – Hannover. Zum 10. Februar 1896 wurde der bahnamtliche Name in „Eversburg b. Osnabrück“ geändert. Einer entsprechenden Meldung im Amtsblatt der K.E.D. Münster zufolge ist es wohl öfter zu Verwechslungen mit dem Bahnhof Eversberg in der K.E.D. Cassel gekommen.
Seit den 1980er Jahren wird Eversburg auf der Strecke nach Rheine nicht mehr vom Personenverkehr bedient, seit 1991 Jahre halten hier auch die Züge von und nach Oldenburg bzw. Bremen nicht mehr.


OSNABRÜCK-HASETOR (km 133,8)
seit 13.12.2009: OSNABRÜCK ALTSTADT

Nach dem Bau des recht weit von der Innenstadt entfernten neuen Hauptbahnhofes wurde nahe dem Hasetor auf Bestreben der Osnabrücker Kaufmannschaft (die auch für die Baukosten aufkam) ein Haltepunkt eingerichtet, der am 15. Juni 1896 für den Personen- und den Gepäckverkehr eröffnet werden konnte (und der zunächst natürlich noch Osnabrück-Hasethor hieß). Zunächst halten hier sechs Personenzüge.


OSNABRÜCK (km 132,4)
seit 15.06.1896: OSNABRÜCK HBF

Osnabrück 1902
Ansichtskarte: Verlag Reinicke & Rubin, Magdeburg, 1902
Osnabrück 1898
Ansichtskarte: Verlag F. W. J., gelaufen 1898

Der Osnabrücker Bahnhof der Hannoverschen Westbahn entstand an der heutigen Wittekindstraße. Seit dem Bau der Hamburg-Venloer-Eisenbahn in den 1870er Jahren gab es neben dem Hannoverschen auch noch den Bremer Bahnhof. Um das sehr umständliche Umsteigen zwischen den beiden mehrere hundert Meter voneinander entfernten  Bahnhöfen zu vereinfachen, entstand am Kreuzungspunkt der ohnehin in verschiedenen Höhen verlaufenden Strecken ein Turmbahnhof mit einem großen und repräsentativen Empfangs- und Verwaltungsgebäude. Zum 24. April 1895 wurde der Personenverkehr hierher verlegt, die beiden älteren Bahnhof in der Folge geschlossen.

Osnabrück 1945
Ab Juni 1940 war Osnabrück insgesamt 79 mal das Ziel von allierten Bombenangriffen. Trotz der teilweise erheblichen Zerstörungen in Stadt und Umgebung blieb das Bahnhofsgebäude verhältnismäßig unbeschädigt erhalten. Foto: United States Army Airforce, wohl Mai 1945 (Ausschnitt)

LÜSTRINGEN (km 128,6)

Der Bahnhof Lüstringen entstand bereits beim Bau der Eisenbahnstrecke. Als Halt des Personenverkehrs wurde er 1981 aufgegeben.

Lüstringen 1952
Ansichtskarte: Verlag H. Kamlage, Osbnabrück, gelaufen 1952

WISSINGEN (km 122,3)


WESTERHAUSEN (km 116,8)


MELLE (km 111,3)

Melle 1906
Ansichtskarte: Verlag J. F. Selige, Melle, gelaufen 1906

BRUCHMÜHLEN (km 104,0)


AHLE (km 98,9)


BÜNDE (km 95,2)

Bünde 1915
Ansichtskarte: Verlag Gebr. Rahning, Bünde, gelaufen 1915

Ein Blick vom Bahnübergang Bahnhofstraße nach Osten. Beachtenswert sind die Überdachungen der Zugänge zum Bahnsteigtunnel und die preußischen Signale mit ihren hochliegenden Antrieben.

Bünde
Ansichtskarte: Verlag Hermann Lorch, Dortmund, ohne Jahr

Von manchen Bahnhöfen – vor allem von größeren – gab es auch Scherzkarten. Manchmal wie hier als einfache Mehrbildkarte gestaltet, manche waren aber auch aufwendiger mit einmontierten Ansichten hergestellt.

Bünde 1960
Ansichtskarte: Fotoflug-Gesellschaft mbH, Osnabrück, um 1960 (Ausschnitt)

KIRCHLENGERN (km 90,5)


LÖHNE (km 85,3)

Löhne 1925
Ansichtskarte: Verlag Hermann Lorch, Dortmund, gelaufen 1925

In Löhne endet – streng genommen – die Hannoversche Westbahn. Den restlichen Teil der Reise nach Hannover legen die Züge auf den Gleisen der Cöln-Mindener Eisenbahn zurück.
Das (je nach Quelle) etwa 1916/1917 fertiggestellte, große Empfangsgebäude ist noch vorhanden, es befindet sich aber seit einigen Jahre in Privatbesitz und dient nicht mehr als Bahnhof.

Löhne 1940
Wehrmacht und Reichsbahn auf dem Mittelbahnsteig, wohl um 1940 aufgenommen. Fotograf unbekannt
Löhne 1956
Ansichtskarte: Verlag A. Victor Wehling, Bielefeld, 1956

Ein Teil des Geländes am östlichen Ende des Gleisfeldes in einer Luftaufnahme. Von rechts oben kommt die Lübbecker Straße, nach links führt die (heute Alte) Bünder Straße. Das Stellwerk existiert nicht mehr.


HANNOVER (km 0,0)

Hannover 1898
Ansichtskarte: Verlag Römmler & Jonas, Dresden, gelaufen 1898

© Thomas Feldmann, Emden (Ostfriesland)
letzte Änderung 07.04.2022 (erstellt 30.07.2006)