Zeittafel 1900-1945

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1900

20.04.: Für die Kreisbahn Emden – Pewsum (EPG) wird eine Polizeiverordnung erlassen (Amtsblatt für Ostfriesland 17/1900).
06.05.: Die Kreisbahn Leer-Aurich-Wittmund GmbH (LAW) eröffnet die Strecke Aurich-Großefehn (14,3 km) und am
01.10.: den Abschnitt Großefehn-Leer (25,3 km).
03.09.: Auf einer Sitzung des Emder Magistrats wird zum ersten Mal über eine Bahnverbindung von der Stadt zum Außenhafen gesprochen.
01.12.: Ab diesem Datum ist Petkum neben dem Personen- und Gepäckverkehr auch „für den unbeschränkten Güterverkehr sowie für die Abfertigung von Leichen und Vieh eröffnet. Die Annahme und Auslieferung von Fahrzeugen ist auch weiterhin ausgeschlossen.“ [Amtsblatt der KED Münster, 14.11.1900]


1901

25.06.: Die Langeooger Pferdebahngesellschaft eröffnet die Pferde-Eisenbahn auf Langeoog, nachdem am 21.05.1901 die Genehmigung zum Bau erteilt worden ist (Amtsblatt für Ostfriesland 22 und 42/1901).
01.07.: Die Preußische Staatsbahn nimmt die neue Verbindung Emden – Emden-Außenhafen (2,45 km) mit ihren Privatanschlüssen in Betrieb, jetzt rechts des Emder Fahrwassers (Amtsblatt für Ostfriesland 26/1901).


1902

23.02.: Betriebsaufnahme der ab 1900 initiierten Emder elektrischen Kleinbahn (3,85 km), nachdem am 23.08.1901 eine zeitlich unbegrenzte Genehmigung erteilt worden war (Amtsblatt 35/1901). Grundstücke und Gleise sind im Eigentum der Stadt Emden, Gebäude, Fahrzeuge und Betriebsführung liegen bei den Thüringischen Elektrizitätswerken (Firma Körting) und gelangen später an die AEG.
Außerdem: Eine Eisenbahnstrecke in der Relation Sande – Sanderahm – Neustadtgödens – Horsten – Friedeburg – Marcardsmoor – Aurich kommt ins Gespräch. 1905 beginnt die KED Münster mit den notwendigen Vorarbeiten, welche im Jahre 1909 sämtlich abgeschlossen werden. Der bereits fertige Vertrag wird jedoch nicht mehr unterzeichnet und die Bahn nicht gebaut.


1903

15.01.: Die Ostfriesische Zeitung (O.Z.) berichtet über den geplanten Neubau der Küstenbahn als Hauptbahn auf einer eigenen Trasse abseits der Landstraße. Veranschlagt werden insgesamt 3.675.000 Mark.
17.01.: Laut Bericht der O.Z. ist die Kleinbahn Emden-Ostgroßefehn vom Innenministerium genehmigt, die Verlängerung bis Wilhelmshaven dagegen abgelehnt worden (trotz angeblicher vorheriger Zustimmung).
April: Zwischen Emden und Norden beginnen die Vorarbeiten für die Verlegung der Küstenbahn (Amtsblatt für Ostfriesland 18/1903).
12.08.: Nach einer Meldung des Landwirtschaftlichen Hauptvereins erwägt die KED Münster, den von Norden nach Elberfeld verkehrenden „Butterwagen“ (ein zweimal wöchentlich als Kurswagen eingesetzter eisgekühlter Waggon) zu streichen, da dieser Wagen nicht ausgelastet wird. Der Hauptverein ruft zu einer vermehrten Nutzung dieses Angebotes auf, da die KED eigentlich sogar geplant hatte, den Lauf des Wagens einmal pro Woche bis nach Frankfurt/M. zu verlängern (O.Z. 12.08.1903)
19.10.: Die Generalversammlung der Kreisbahn Wittmund-Aurich-Leer beschließt, mit den Vorarbeiten für eine Bahnstrecke von Ogenbargen über Esens nach Bensersiel zu beginnen. (O.Z. 20.10.1903)
28.10.: Die Borkumer Kleinbahn- und Dampfschiffahrt AG erhält für die Inselbahn auf Borkum (bisher Firma Habich & Goth, Emden) eine Hauptgenehmigung auf 75 Jahre (Amtsblatt für Ostfriesland 48/1903).
05.11.: Die Firma „Borkumer Kleinbahn- und Dampfschiffahrt-Aktien-Gesellschaft zu Emden“ wird ins Handelsregister eingetragen. (O.Z. 06.11.1903)
12.12.: Für ein Anschlussgleis vom Bahnhof Stickhausen zur Burg wird der Bauvertrag unterzeichnet. Die auf 16.000 Mark veranschlagten Arbeiten sollen sofort beginnen.


1904

01.07.: Auf Wangerooge wird die „Ostlandstrecke“ vom Bahnhof Wangerooge zum Ostanleger (5,43 km) in Betrieb genommen.
31.08.: Die Kleinbahn Emden-Pewsum-Greetsiel soll durch den Bau einer Strecke Groothusen – Loquard – Rysum – Wybelsum – Larrelt – Emden erweitert werden (Kreistagsbeschluss).

Aus dem „Handbuch für den Eisenbahn-Güterverkehr – Band I.: Dr. jur. W. Kochs Eisenbahn-Stationsverzeichnis“:

  • In Emden befinden sich eine Betriebs-Inspektion (für die Strecken Papenburg – Emden – Norden – Wittmund – Landesgrenze, Emden – Emden-Außenhafen, Georgsheil – Aurich und Norden – Norddeich) und eine Verkehrs-Inspektion (für die selben Strecken, zusätzlich auch Münster – Rheine – Papenburg und Rheine – Quakenbrück [letztere ausschließlich der Bahnhöfe]) der K.E.D. Münster i. Westf. Sämtliche Strecken sind noch eingleisig.
  • Der Bahnhof Emden betreibt eine Güternebenstelle auf Borkum, „der Verkehr wird durch Dampfer vermittelt.“ Die Eisenbahnen auf Borkum und Juist werden unter „Straßenbahnen“ eingeordnet.
  • Die Station in Petkum (zwischen Emden und Leer) ist mit „noch nicht fertiggestellt“ markiert.
  • Die preußische Eisenbahn Oldenburg – Wilhelmshaven wird von der GOE betrieben, dafür besorgt die K.E.D. Münster den Betrieb der Bahnhöfe Leer und Ihrhove für die GOE mit.
  • Die spätere LAW heißt noch „Kreisbahn Wittmund-Aurich-Leer“.

1905

04.05.: Abschluss der teilweisen Umspurung der Strecke Ogenbargen – Wittmund (14,2 km) der LAW auf Regelspur zum Anschluss der militärischen Anlagen in Wittmundhafen an die Küstenbahn.
August: Der Bau der Erweiterungsstrecke der EPG wird wieder gestrichen, da die Preisvorstellungen der Kleinbahn für den Baugrund (30 Pfennig/qm) nicht mit denen der beteiligten Gemeinden in Einklang zu bringen sind. Larrelt und Twixlum lehnen die Bahn sogar ganz ab.
Außerdem: Die KED Münster beginnt mit den Vorarbeiten für eine Bahnstrecke, die die Stadt Emden östlich und nördlich umgehen soll.
Der Petkumer Bahnhof wird dem Betrieb übergeben. Kosten für das Empfangsgebäude: 22.000 Mark


1906

24.05.: Ein Zeitungsartikel kündigt die Einführung von Bahnsteigsperren im Bahnhof Norden an.
01.03.: An den Haltestellen Blersum und Westerende an der Küstenbahn wird ab jetzt auch Eil- und Stückgut umgeschlagen [Amtsblatt KED Münster, 1906]
01.08.: Die KPEV eröffnet nach Umbauarbeiten die Strecke Emden-Norden als Hauptbahn auf eigener Trasse, der Abzweig nach Aurich liegt jetzt in Abelitz. Der Schnellzug (mit Halt in Abelitz, nach wie vor ausschließlich zum Umsteigen von/nach Aurich) braucht jetzt nur noch 40 Minuten, der Personenzug mit neun Halten eine Stunde. Der neu eingerichtete Bahnhof in Abelitz heißt zunächst Finkenburg (nach dem nahen Gehöft mit Gastwirtschaft), der Besitzer des Hofes verlangt jedoch eine Umbenennung der Station.
21.09.: Die EPG nimmt den Betrieb auf der Strecke Pewsum – Greetsiel (10,4 km) auf. Bereits jetzt wird eine Kleinbahnstrecke Pewsum – Norden angeregt.
Dezember: Das Projekt einer Kleinbahn Emden – Riepe – Ostgroßefehn taucht wieder auf, diesesmal in Meterspur: Die Eisenbahnbau-Gesellschaft Becker & Co GmbH in Berlin legt ein Gutachten über die Rentabilität der geplanten Bahn vor, das neben einer Übersichtskarte auch einen fiktiven Fahrplan enthält (der sogar die Anschlüsse an die Staatsbahn in Emden und die LAW in Ostgroßefehn berücksichtigt), auf dem die Berechnungen beruhen. Für den Bau werden 1.400.000 Mark zuzüglich Grunderwerb veranschlagt.
Außerdem: Zwischen Emden und Leer wird das zweite Gleis dem Betrieb übergeben.


1907

Januar: Die EPG bringt die Strecke Groothusen-Rysum-Larrelt-Emden wieder ins Gespräch und beauftragt das Landesdirektorium mit den nötigen Vorarbeiten. Im Februar wird die projektierte Strecke geändert: Die Planungen lauten nun auf Rysum-Pewsum-Norden. Am 6. August wird eine Wirtschaftlichkeitsberechnung für beide Varianten vorgelegt, welche die erste bevorzugt.
26.04.: Mit diesem Datum wird ein Protokoll über die Bereisung der Trasse der Kleinbahn Emden – Riepe – Ostgroßefehn vorgelegt, an Hand derer entschieden werden soll, ob und in welchem Umfang der Bau von der Provinz Hannover mitfinanziert wird. Hier wird auch noch einmal die geplante Staatsbahnstrecke Marcardsmoor-Sande erwähnt (siehe 1902).
Außerdem: Bei Möhlenwarf an der Strecke Ihrhove – Nieuweschans/NL wird ein Haltepunkt eingerichtet.
Zum wiederholten Male wird eine Kleinbahn Ihrhove-Westrhauderfehn angeregt, diesmal in Normalspur und mit Oberleitungsbetrieb.


1908

15.12.: Die Kreisbahn Wittmund-Aurich-Leer GmbH wird nach dem Konkurs als Kreisbahn Leer-Aurich-Wittmund GmbH neu gegründet.
Außerdem: Der Umbau der Gleisanlagen im Bahnhof Emden (späterer Südbahnhof) und der Bau des zweiten Streckengleises von Salzbergen bis Leer werden abgeschlossen.
Die Borkumer Kleinbahn baut die Strecke zum Hafen zweigleisig aus.


1909

08.02.: Der Magistrat der Stadt Emden teilt den beteiligten Gemeinden mit, dass der Provinzial-Ausschuß der Provinz Hannover am 23.10.1907 beschlossen hätte, „einer noch zu bildenden Aktiengesellschaft oder Gesellschaft mit beschränkter Haftung für den Bau und Betrieb der schmalspurigen Kleinbahn Emden-Ostgroßefehn“ mit 420.000 Mark in Vorzugsaktien beizutreten. Nach diesem Schreiben ist das Kapital der Bahn auf 1.560.000 Mark festgesetzt. Die Stadt Emden würde für die Vorzugsaktien eine Verzinsung von 3 % garantieren.
01.05.: Der Bahnhof Finkenburg an der Küstenbahn erhält den Namen Abelitz.
01.07.: Eröffnung der Strecke Ogenbargen – Esens – Bensersiel der LAW.


1910

In Wilhelmshaven beginnt die Marine mit der Errichtung einer eigenen Werftbahn, die ihr Streckennetz bis 1941 auf 200 (!) Kilometer ausdehnt.


1911

01.07.: Einrichtung der Haltestelle Steenfelde an der Strecke Emden-Münster.
01.10.: Der Bahnhof Bant an der oldenburgischen Strecke Oldenburg-Wilhelmshaven heißt jetzt Rüstringen. [Amtsblatt KED Münster]
Außerdem: Auf Norderney ist eine elektrische Straßenbahn geplant. (Eine entsprechende Akte befindet sich im Staatsarchiv Aurich.)


1912

08.01.: In Norden wird der neu errichtete (und heute noch vorhandene) Ringlokschuppen abgenommen, der für das neue Betriebswerk gebaut wurde.
17.03.: In Wilhelmshaven nimmt die am 22.03.1912 auf 60 Jahre konzessionierte Wilhelmshaven-Rüstringer Straßenbahn GmbH ihren Betrieb auf.
01.06.: Die Haltestelle Holtgast an der Küstenbahn Norden-Wittmund ist nun auch für den Personenverkehr geöffnet. [Amtsblatt KED Münster]
10.06.: Bei Rorichum nimmt die neue Blockstelle in km 335,771 der Strecke Emden-Leer den Betrieb auf. [Amtsblatt KED Münster]
Juni: Der Bahnhof Aurich wird Einsatzstelle für die Speichertriebwagen der Bauart Wittfeld mit zunächst vier zweiteiligen Einheiten der Gattung AT 3.
01.07.: Bei km 326,574 der Strecke Emden-Leer (nahe Nüttermoor) wird eine Blockstelle eingerichtet. [Amtsblatt KED Münster]
03.11.: Betriebsaufnahme der normalspurigen Kleinbahn Ihrhove-Westrhauderfehn (11,1 km) nach der am 17.10.1911 erteilten Betriebsgenehmigung. Bereits jetzt kommt eine Verlängerung Westrhauderfehn – Langholt – Burlage – Lorup – Werlte in Richtung Cloppenburg ins Gespräch, entsprechende Pläne leben bis 1952 (!) immer wieder auf.
15.12.: Eröffnung der Eisenbahnstrecke Zwischenahn-Edewechterdamm.


1913

01.04.: Eine „Königliche Bauabteilung für die Umgehungsbahn (2. Gleis Emden – Emden-Außenhafen)“, welche die Stadt an ihrer Ostseite umgehen und den Engpass der Brücke über den Binnenhafen vermeiden soll, wird in Emden eingerichtet (siehe unter 1905). Über diese Strecke könnten Züge nach einfachem Kopfmachen um die Stadt herum über die Haltestelle Larrelter Straße zum Außenhafen fahren und bräuchten nicht mehr rückwärts aus dem Bahnhof zurückzusetzten, um auf das Gleis der Küstenbahn zu gelangen. Auch der Richtungswechsel in Larrelter Straße würde entfallen.
Bereits 1911 bemerkt ein unbekannter Autor: „Einschneidende Veränderungen nicht bloss […] im Bilde der Stadt Emden, sondern auch im Landschaftsbild wird die bevorstehende Verlegung der ostfriesischen Küstenbahn […] und der Bau eines hohen Bahndammes im Gefolge haben.“
26.07.: Ein spektakulärer Unfall macht Schlagzeilen: Die Lok 175 VENUS der GOE überfährt in der Nacht vom 25. auf den 26. Juli das Deckungssignal der Eisenbahnbrücke bei Hilkenborg. Die Besatzung der Lok erkennt zu spät, dass die Brücke geöffnet ist, die eingeleitete Notbremsung bringt den Zug nicht mehr rechtzeitig zum Stehen. Da an der Haltestelle Hilkenborg kurz vor der Brücke gehalten wurde, ist die Geschwindigkeit jedoch noch nicht allzu hoch. Die Lok kippt zwar langsam über das Ende des Gleises, aber die Ausgleichshebel der Federung verkeilen sich in der letzten Schwelle auf dem Strompfeiler und die Kuppeleisen zum Tender halten, so dass die Maschine nicht in die Ems stürzt. Glücklicherweise kommt niemand zu Schaden, die Fahrgäste werden mit einer Fähre übergesetzt und von einem Hilfszug weiterbefördert. Die Lok kann geborgen und aufgearbeitet werden, sie gelangt noch zur Deutschen Reichsbahn und wird erst 1928 ausgemustert. [Dieses Unglück wird auch in den Jahrgängen 1920 der Werkszeitschrift „Hanomag-Nachrichten“, Seite 59, und des „Organs für die Fortschritte des Eisenbahnwesens“, S. 381, besprochen und sehr schön von Thomas Samek in „Die Baureihe 36“ (EK-Verlag, 1999) geschildert.]
Dezember (?): Aurich erhält zum Jahreswechsel 1913/14 vier fabrikneue – diesmal dreiteilige – Speichertriebwagen der Bauart Wittfeld für den Betrieb nach Emden, wogegen die zweiteiligen Einheiten abgezogen werden.
Außerdem: Der Bau eines zweiten Gleises zwischen Emden und Norden wird geplant.


1914

01.01.: Die gesamten preußischen Bahnanlagen in und um Wilhelmshaven werden an die GOE übergeben, um den preußischen Inselbetrieb an der Jade zu beenden und so die Abwicklung des Verkehrs zu vereinfachen.
April: Ein Entwurf für ein preußisches „Eisenbahnanleihegesetz“ vom 24.03.1914 enthält u. a. als Nr. 15 einen Betrag von 3.050.000 Reichsmark für den Bau des zweiten Gleises von Emden nach Norddeich. Weiter unten folgt unter „Deckung der Mehrkosten für bereits genehmigte Bauausführungen“ als Buchstabe m) der Bau „des zweiten Gleises auf der Strecke Emden-Abzweigung nach dem Außenhafen bei Emden (Ostfriesische Küstenbahn) und Verlegung dieser Bahn von der West- auf die Ostseite der Stadt Emden 1.500.000 M.“ [Zentralblatt der Bauverwaltung, S. 207-208]
07.06.: Der Bahnverband Vechta-Cloppenburg nimmt den Gesamtbetrieb zwischen beiden Orten auf, nachdem am 8. Mai bereits der Abschnitt Vechta-Schwichteler eröffnet wurde. [Blatt der Ostfriesen, 26.05.1939]
Außerdem: Die Pläne für die Strecke Emden-Rysum-Groothusen-Pewsum der EPG sind unterzeichnet und 100.000 Mark durch den Kreis Emden bewilligt. Der Kriegsausbruch verhindert jedoch den sofortigen Baubeginn.

Aus dem Reichs-Kursbuch, Ausgabe 1914:

  • Die Fahrt Emden Larrelter Straße – Norden mit Personenzug dauert 61 Minuten bei 8 Halten.

  • Die Fahrt des Elektrischen Kleinbahn zwischen Emden Alter Markt und Emden-Außenhafen dauert etwa 12 Minuten.

  • Direkte tägliche Verbindungen bestehen z.B. zwischen Norddeich und Erfurt (über Kassel) mit D 181/182 in wenig mehr als 11 Stunden (das Zugpaar führt daneben Kurswagen 1. bis 3. Klasse von/nach Frankfurt/M.), Norddeich und Berlin Schles. Bf. mit D 102/105 (Fahrzeit 8 Stunden, durchgehend mit Schlafwagen) und Norddeich und Basel mit D 109.y/p>


1916

Der Bahnhof auf Juist wird durch eine Sturmflut zerstört.


1920

Juli: Der AT-Betrieb ab Aurich wird nach nur acht Jahren wieder aufgegeben.
15.10: Die Bauabteilung Emden der Eisenbahndirektion Münster (für die Umgehungsbahn) wird wieder aufgelöst. Der Bau der Umgehung kommt über die Errichtung der heute noch vorhandenen Widerlager für die Brücken über Ems-Jade-Kanal und Treckfahrtstief nicht hinaus. In Ernst Schmehls Dissertation „Die verkehrsgeographische Bedeutung der Stadt Emden“ aus dem Jahre 1931 heißt es: „[…], doch sind für diese Bahn bis jetzt nur die Pfeiler der Brücken, die über die Straßen und Kanäle führen sollen, fertiggestellt. Der Bahnbau selbst ruht schon seit mehreren Jahren.“
Außerdem: Die „Klostermoor Siedlungs- und Torfverwertungs-Gesellschaft m.b.H. in Klostermoor II bei Oldenburg“ (tätig im gleichnamigen Moor südlich von Rhauderfehn) erwägt einen Bahnanschluss nach Papenburg (Anschluss an die Staatsbahn) oder Glansdorf (Anschluss an die Kleinbahn Ihrhove-Westrhauderfehn) und betreibt einen angeregten Briefwechsel mit der Kleinbahn wegen eines eventuell gemeinsamen Vorgehens. Aber – wie ein Schreiben der Klostermoor GmbH an die Kleinbahn vom 5. Mai 1920 zeigt – auch diese Pläne verlaufen schnell wieder im Sande „… da wir [die Klostermoor-Gesellschaft] ja lediglich nicht mit dem Bahnabtransport sondern mit der Schiffsverfrachtung unseres gewonnenen Torfes rechnen müssen. Jedoch ist es nicht ausgeschlossen, im Laufe der nächsten Jahre noch eine Kleinbahn zu Ihnen zu bauen. Wir müssen hiermit allerdings noch warten, bis die Verhältnisse besser geklärt sind und kommen wir dann von selbst darauf zurück.“ Stattdessen kamen Inflation und Weltwirtschaftskrise und der Torf fuhr weiterhin mit dem Schiff.


1921

Auf Juist wird das neue Bahnhofsgebäude eingeweiht.


1924

11.07.: Das Bahnhofsgebäude in Ihrhove fällt einem Brand zum Opfer. Als Ersatz entsteht das heute noch vorhandene Gebäude, das nun nicht mehr zwischen den Gleisen sondern neben der Strecke seinen Platz findet.
Außerdem: In Emden wird ein Gleisanschluss „Zentralviehmarkt“ (direkt westlich der Haltestelle Larrelter Straße) angelegt.


1925

Im Emder Adressbuch des Jahres findet sich der Fahrplan der Emder Elektrischen Kleinbahn (gemeinhin einfach „Straßenbahn“ genannt): Es verkehren 35 Zugpaare zwischen Stadtmitte und Außenhafen, davon ist lediglich ein Paar (7:20 Uhr ab Stadtmitte / 7:40 Uhr ab Außenhafen) auf Werktage beschränkt! Erste Fahrt morgens 5:40 Uhr ab Emden und 6:00 Uhr ab Außenhafen, letzte Fahrt 23:40 Uhr ab Emden bzw. 23:50 Uhr ab Außenhafen.


1926

27.05.: Die neue Eisenbahnbrücke über die Ems bei Hilkenborg wird nach zwei Jahren Bauzeit eingeweiht und erhält den Namen Friesenbrücke. Die alte Drehbrücke wird kurz darauf abgebrochen.
Außerdem: Die neue Eisenbahnbrücke über die Leda bei Heerenborg wird eröffnet.
Die neuen Viehhofanlagen in Leer erhalten einen Gleisanschluss.


1927

Die Kleinbahn Ihrhove-Westrhauderfehn rückt wieder in den Blickpunkt der regionalen Interessen. Das „Bahnbauprojekt Osnabrück-Hümmling-Westrhauderfehn-Emshäfen“ enthält einen Streckenvorschlag, der das nördliche Emsland in Nord-Süd-Richtung erschließen sollte. Geplant war, eine Strecke von Westrhauderfehn südwärts über Burlage, Bockhorst, Esterwegen und Lorup nach Werlte zu verlegen (dort Anschluss an die Strecke Cloppenburg-Werlte-Lathen). Auch diesmal vereitelt die wirtschaftliche Entwicklung die Pläne.


1928

Aus dem „Handbuch der deutschen Straßenbahnen, Kleinbahnen und Privatbahnen 1928“ (die Angaben beziehen sich auf 1927; angegeben sind jeweils die dem öffentlichen Verkehr gewidmeten Strecken, nicht die gesamte Betriebslänge):

  • Emder Elektrische Kleinbahn: Strecke: 3,74 km; Betriebsmittel: 6 Triebwagen, 6 Beiwagen, 3 Spezialwagen; Beschäftigte: 16; Verkehr: 506.014 Personen; Einnahmen: 110.679 Mark.

  • Wilhelmshaven-Rüstringer Straßenbahn: Strecke: 8,58 km; Betriebsmittel: 23 Triebwagen, 18 Beiwagen, 5 Spezialwagen, 2 Kraftwagen; Beschäftigte: 64 (Bahn) + 3 (Kraftwagen); Verkehr: 2.285.185 Personen (Bahn) + 89.913 Personen (Kraftwagen); Einnahmen: 360.316 Mark.

  • Emden-Pewsum-Greetsiel: Strecke: 22,8 km; Betriebsmittel: 5  Dampflok, 7 Personenwagen, 1 Packwagen, 21 Güterwagen, 14 Spezialwagen; Beschäftigte: 33; Verkehr: 126.783 Personen, 33.002 Tonnen, Einnahmen: 179.590 Mark.

  • Leer-Aurich-Wittmund: Strecke: 84,1 km; Betriebsmittel: 11 Dampflok, 18 Personenwagen, 8 Packwagen, 123 Güterwagen, 5 Rollböcke; Beschäftigte: 148; Verkehr: 230.384 Personen, 67.181 Tonnen; Einnahmen: 495.887 Mark.

  • Ihrhove-Westrhauderfehn: Strecke: 11,1 km; Betriebsmittel: 3 Dampflok, 5 Personenwagen, 1 Pack- und Postwagen, 7 Güterwagen, 1 Spezialwagen; Beschäftigte: 23; Verkehr: 85.763 Personen, 20.861 Tonnen; Einnahmen: 92.340 Mark.

  • Borkumer Kleinbahn: Strecke: 11,4 km; Betriebsmittel: 4 Dampflok, 1 Motordraisine, 20 Personenwagen, 2 Packwagen, 22 Güterwagen, 260 Spezialwagen; Beschäftigte: 77; Verkehr: 94.972 Personen, 32.374 Tonnen; Einnahmen: 459.228 Mark.

  • Juister Inselbahn: Strecke: 3,0 km; Betriebsmittel: 3 Motorlok, 8 Personenwagen, 11 Güterwagen; Beschäftigte: 8; Verkehr: 24.731 Personen; Einnahmen: 66.687 M.

Die Inselbahn auf Wangerooge ist im „Handbuch“ nicht aufgeführt, da sie zur Deutschen Reichsbahn, Direktion Oldenburg, gehört und folglich eine Staatsbahnstrecke darstellt.


1929

28.04.: Die Weltwirtschaftskrise macht auch vor Ostfriesland nicht halt: Das Konkursverfahren über die seit längerem angeschlagene Kreisbahn Leer-Aurich-Wittmund GmbH wird eröffnet.
15.05.: Die GOE eröffnet den Haltepunkt Karolinenhof an der Strecke Ocholt-Cloppenburg [Quelle: www.epoche2.de]
Außerdem: Das Bahnhofsgebäude in Stickhausen erhält einen Stellwerksanbau. [Ostfriesland Magazin 5/2007]


1929/1930

Aus „Hendschels Telegraph/Storms Kursbuch für das Reich“, Ausgabe Winter 1929/30:

  • Direkte tägliche Verbindungen bestehen z.B. zwischen Emden und Hannover mit D 145/146 (Fahrzeit 4 1/2 Stunden), Norddeich und Mönchengladbach (E 183/184 in etwa 7 Stunden), Emden und Berlin Lehrter Bf. mit D 145/146 (Fahrzeit etwa 9 1/2 Stunden nach Berlin, 8 1/2 zurück).
  • Zwischen Emden und Emden-Außenhafen verkehren 1 1/2 Zugpaare, die Fahrt ab Emden dauert etwa 18 Minuten.
  • Die Fahrt Emden-Norden dauert 61 Minuten mit dem Personenzug bei 9 Unterwegshalten oder 43 min mit dem Eilzug (hält nur in Abelitz).

1930

12.06.: Eine neue Genehmigung zum Betrieb einer Pferdebahn auf Langeoog wird erteilt (Amtsblatt für Ostfriesland 25/1930).


1931

15.05.: Die Haltestelle Larrelterstraße an der Strecke Emden-Norden heißt ab sofort Emden West. [Quelle: www.epoche2.de]
14.10.: Die Genehmigungsurkunde für die am 03.09.1931 gegründete neue Kleinbahn Leer-Aurich-Wittmund GmbH wird im Amtsblatt Nr. 50/1931 veröffentlicht. Ein Nachtrag folgt am 02.08.1932 (Ostfr. Amtsblatt 32/1932). Die Betriebsführung übernimmt das Landeskleinbahnamt der Provinz Hannover.


1932

Der Emder Rangierbahnhof wird erweitert und bekommt einen Ablaufberg.


1933

18.01.: Das laufende Konkursverfahren über die alte Kreisbahn Leer-Aurich-Wittmund GmbH wird aufgehoben.
01.09.: Der Haltepunkt Norden Osterstraße heißt jetzt Norden Adolf-Hitler-Straße.


1935

Der Umbau der Haltestelle Emden West in einen Bahnhof beginnt. Die Arbeiten waren eigentlich Teil einer umfassenden Maßnahme, deren Kernstück die Hochlegung der Eisenbahnstrecke zwischen Süd- und Westbahnhof auf einen rund 4 Meter hohen Damm sein sollte. Larrelter, Cirksena- und Nesserlander Straße sollten auf Brücken kreuzungsfrei überquert werden (sowie es an der Petkumer Straße der Fall ist), die Brücke über das Emder Fahrwasser wäre entsprechend erhöht werden. Realisiert wurde aber nur der oben erwähnte Umbau.
Die RBD Münster unterhält in Emden ein Betriebsamt (das 161,87 km Strecke betreut) und ein Verkehrsamt (für 367 km Strecke). Die Gleisanlagen im Emder Hafengebiet umfassen 36 km.


1936

Januar: Die IHK stellt auf ihrer Versammlung fest, dass die Bahnhöfe – vor allem der Leeraner – ausgebaut werden müssen, um die Bahnverbindungen von und nach Ostfriesland leistungsfähiger gestalten zu können. (Emder Zeitung 30.10.1936)
Die Arbeiten am Bahnhof Emden West schreiten voran, die Erdarbeiten für die neuen Bahnsteige sind fast abgeschlossen
Außerdem: Auf Juist wird das mittlerweile dritte Bahnhofsgebäude errichtet.


1937

18.01.: Die Umgehungsstrecke der LAW bei Wittmundhafen (durch die Einrichtung des Luftwaffenstützpunktes notwendig geworden) wird in Betrieb genommen.
01.02.: Die Station Bümmerstede erhält den Namen Oldenburg (Old) Vbf [Quelle: www.epoche2.de]
16.07.: Die Inselbahn auf Langeoog stellt ihren Betrieb mit einem Zug der Steinhuder Meer-Bahn von Pferde- auf Motorkraft um. Die Genehmigung für einen dauernden Motorbetrieb wird mit einer „Genehmigungsurkunde für die Inselbahn auf der Nordseeinsel Langeoog“ von diesem Datum erteilt.
13.08.: Eine zweimonatige Sperrung des Dortmund-Ems-Kanales wirkt sich positiv auf die Eisenbahn aus: In Emden werden im Jahr 1937 durch die Reichsbahn insgesamt 2,45 Mio. Tonnen Fracht umgeschlagen, nach 1,84 Mio. Tonnen im Vorjahr.
03.01.: Durch das „Groß-Hamburg-Gesetz“ wird die bislang selbstständige Stadt Rüstringen ein Teil von Wilhelmshaven. Der Bahnhof Wilhelmshaven heißt jetzt Wilhelmshaven Hbf, Rüstringen dafür Wilhelmshaven West.
Außerdem: Der Umbau des Haltepunktes Emden West in einen Bahnhof ist abgeschlossen.
Ein unbewachter Bahnübergang im Emder Stadtteil Conrebbersweg erhält als erster in Ostfriesland eine automatische, vom Zug betätigte Sicherungsanlage.


1937/38

Aus dem Kursbuch der Deutschen Reichsbahn, Ausgabe Winter 1937/38:

  • Die Fahrt Emden West – Norden dauert 48 Minuten bei 8 Halten (1999: 25 min ohne Halt oder 33 min mit Halt in Marienhafe – 2010: 23 min mit [RE] und ohne [IC] Halt in Marienhafe).
  • Es gibt morgens zwei durchgehende Züge Emden – Emden West – Abelitz – Aurich, abends zwei zurück.
  • Zwischen Emden und Emden-Außenhafen (über Emden West) verkehren 1 1/2 Zugpaare, die Fahrt ab Emden dauert etwa 25 Minuten, ab Emden West 7 Min. (1999: 3 Zugpaare, Dauer ab Emden Hbf 10 Minuten).
  • Direkte tägliche Verbindungen bestehen z.B. zwischen Emden und Berlin Lehrter Bf. mit D 102/105 (Fahrzeit 7 Stunden, zwischen Oldenburg und Berlin mit Speisewagen), Norddeich Mole und München mit D 47/48 in 18 Stunden und zwischen Aurich und Berlin mittels eines Kurswagens 2. und 3. Klasse.

1938

01.03.: Der Bahnhof Emden bekommt die Bezeichnung Emden Süd [Quelle: www.epoche2.de].
Über den Winter 1938/39 wird bei Osteel und Engerhafe ein Ausweichgleis verlegt, um die Leistungsfähigkeit der Strecke Emden-Norden zu erhöhen. Osteel erhält dafür ein Stellwerk, Fertigstellung ist im Frühsommer 1939. Stellenweise heißt es, es sei damals wieder geplant gewesen, die Strecke Emden – Norden zweigleisig auszubauen (wie bereits 1913). Nach einigen Jahren wird die Strecke allerdings hier wieder eingleisig.


1939

16.03.: Im Landratsamt Cloppenburg besprechen Vertreter der Landkreise Aschendorf und Meppen, der oldenburgischen wie der preußischen Regierung und der Betriebsleitung den geplanten Umbau der Hümmlinger Kreisbahn. Es zeichne sich ab, dass die Bahn abschnittsweise neu trassiert und evtl. auf Normalspur umgebaut würde. Die Vertreter Oldenburgs fordern die gleichzeitige Umstellung der Cloppenburger Kleinbahn auf Normalspur und die Schließung der nur 2,5 km großen Lücke zwischen den Bahnhöfen Werlte (Hümml. Krb.) und Landesgrenze (Clp. Krb.), denn „der in voller Entwicklung befindliche Hümmling würde damit eine wertvolle Ost-West-Verbindung erhalten“. [Blatt der Ostfriesen, 17.03.1939] Tatsächlich bleibt das „Werlter Loch“ aber bis zum Ende der Bahnen erhalten.
21.-30.07.: Auf der Gewerbeausstellung „Wille und Leistung Ostfrieslands“ stellt die Deutsche Reichsbahn ein Modell des geplanten Emder Bahnhofes aus (siehe Streckenbeschreibung der Ostfr. Küstenbahn). Zum Bau kommt es jedoch nicht mehr.
01.10.: Die Strecke Ocholt-Cloppenburg erhält einen Haltepunkt bei Godensholt.


1940

15.03.: Der Bahnverkehr der LAW zwischen Ogenbargen und Wittmund wird vorläufig eingestellt, um die Strecke normalspurig auszubauen. Am 6. Mai wird der Betrieb wieder aufgenommen, diesmal in Normalspur.
01.06.: Zwischen Delmenhorst und Schierbrok wird der Haltepunkt Hoykenkamp eingerichtet. [Quelle: www.epoche2.de]


1941

Etwa 1940/41 beginnen zwischen Petkum und Oldersum die Arbeiten für einen Vorbahnhof, der den Emder Güterbahnhof entlasten und den Zugang zum Hafen erleichtern soll. Dazu wird ein Gelände auf der Nordseite der vorhandenen Strecke (im Bereich Hedderweg nördlich von Gandersum) vorbereitet. Die Arbeiten werden aber kriegsbedingt ziemlich bald wieder eingestellt. [Siehe auch „Strecken & Stationen“ unter Westbahn]
28.12.: Ein schwerer Bombenangriff zerstört die Gleisanlagen des Bahnhofs Wilhelmshaven.


1942

Es gibt Erwägungen, die Kleinbahn Emden-Pewsum-Greetsiel an die Deutsche Reichsbahn zu verkaufen. (Eine entsprechende Akte befindet sich im Staatsarchiv Aurich.)
Die Kriegsfahrpläne führen niederländische Lokomotiven des Depots Groningen bis nach Leer und Oldenburg.


1944

17.09.: Beginn des Generalstreiks der niederländischen Eisenbahner („Spoorwegstaking“). Die deutsche Besatzungsmacht übernimmt darauf den Bahnbetrieb in den Niederlanden, die grenznahen Strecken (Staatsgrenze -) Nieuweschans-Groningen und Zuidbroek-Stadskanaal fallen an die RBD Münster. Beide Strecken werden dem Betriebsamt Emden unterstellt, die Zugleitung Emden erhält zur Unterstützung eine Hilfszugleitung in Groningen.
Außerdem: Die LAW legt die Strecke Ogenbargen – Ardorf still.


1944/45

Aus dem Kursbuch der Deutschen Reichsbahn, Ausgabe 1944/45:

  • Die Fahrt Emden West-Norden im Personenzug dauert rund eine Stunde bei 8 Halten. Eilzüge, die nur in Abelitz halten, benötigen 30 Minuten.
  • Zwischen Emden und Emden-Außenhafen (über Emden West) verkehren 4 1/2 Zugpaare, die Fahrt ab Emden dauert etwa 25 Minuten, ab Emden West 10 Min.
  • Direkte tägliche Verbindungen zwischen Emden und Berlin oder München (siehe 1937) gibt es nicht mehr, mit E 65 besteht immerhin noch eine umsteigefreie Verbindung Köln-Norddeich (8:15 Std), zurück geht es mit EmW 66 in 8:17 Std.
  • Die Kleinbahn Emden-Pewsum-Greetsiel führt 3 1/2 Zugpaare, Ihrhove-Westrhauderfehn 6 Paare und die LAW zwischen Leer und Aurich ebenfalls 6, in der Verlängerung bis Wittmund noch 3.
  • Die Strecke Nieuweschans- Ihrhove führt noch uneingeschränkte Pläne.

Ob diese Züge tatsächlich fahren (und gegebenenfalls ihre Zeiten halten) steht auf einem anderen Blatt.


1945

Februar: Das Betriebsamt Emden begrenzt die Höchstgeschwindigkeit der Strecke Nieuweschans-Groningen Mitte des Monats auf 60 km/h.
März: Der Personenzugverkehr Nieuweschans-Groningen wird durch die Zugleitung Emden eingestellt, die Höchstgeschwindigkeit der Strecke beträgt ab sofort nur noch 30 km/h.
16.04.: Die Eisenbahnbrücke über die Ems bei Hilkenborg (Friesenbrücke) wird gesprengt.
20.05.: Der gesamte Betrieb der LAW wird eingestellt, aber bereits am 10.09. wieder aufgenommen.
Außerdem: Zwischen Petkum und Neermoor wird das zweite Streckengleis abgebaut.


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© Thomas Feldmann, Emden (Ostfriesland)
erstellt 29.05.2000 – letzte Änderung 30.09.2018