Ostfriesische K├╝stenbahn

Bald nach Er├Âffnung der Hann├Âverschen Westbahn nach Emden folgten die ersten Vorschl├Ąge, auch die K├╝ste selbst an das Eisenbahnnetz anzuschlie├čen. Die Handelskammern Emden und Norden w├Ąhlten im September 1867 ein „Komit├ę f├╝r die Weiterf├╝hrung der Westbahn nach ├╝ber Norden nach Sande“, das die Baukosten anhand gerade ausgef├╝hrter ├Ąhnlicher Strecken auf 3.757.000 Thalern sch├Ątzte. Bereits damals dienen die zum Seebad Norderney Reisenden als Argumentationshilfe: Preu├čens einziges Seebad k├Ânne „nur dann den ihm geb├╝hrenden Platz einnehmen, wenn eine Bahn den Fremdenverkehr erleichtert, dann aber auch unendlich prosperiren.“, so der in Norden erscheinende Ostfriesische Courier im September 1867. Der Bau einer Strecke von Neermoor ├╝ber Aurich nach Westerholt, f├╝r den Auricher Kaufleute pl├Ądieren (und die Emden in eine Randlage gebracht h├Ątte) und andere, ├Ąhnliche Vorschl├Ąge wurden indes nicht weiter verfolgt.
Konkreter wurde bald die Planung der Strecke, die sich grob an der K├╝stenlinie orientieren sollte. F├╝r die Strecke Emden – Norden wurde 1869 eine ausf├╝hrliche Kostenberechnung aufgestellt, die auf Baukosten in H├Âhe von 825.000 Reichsthalern kommt. Die bereits w├Ąhrend der Planung als „Ostfriesische K├╝stenbahn“ bezeichnete Strecke verl├Ąuft von Emden ├╝ber Norden und Wittmund bis zur Haltestelle „Vereinigung“ (in der Karte rot); zwischen Harsweg und Norden zun├Ąchst als Nebenbahn am Rande der Landstra├če (blau). ├ľstlich von Asel schlie├čt der oldenburgische Streckenteil nach Jever und weiter nach Sande an (gr├╝n), der bereits am 15. Oktober 1871 er├Âffnet wurde.
Am 17. Februar 1883 berichtete die Deutsche Bauzeitung: „Von Emden ├╝ber Norden nach der Oldenburgischen Landesgrenze in der Richtung auf Jever, nebst Abzweigung von Georgsheil nach Aurich. Zu der 88,5 km langen Bahn sind nur 45 km Planum neu zu bauen, da f├╝r 43,5 km vorhandene Strassen benutzt werden. Die Erdarbeiten sind fast vollendet, die Br├╝cken- und Oberbau- Arbeiten so weit vorgeschritten, dass die Bahn im Laufe des Sommers zur Er├Âffnung kommen kann.“ Am 15. Juni 1883 war es dann soweit und die preu├čische „Ostfriesische K├╝stenbahn“ wurde in Betrieb genommen.
Wegen der mit der Lage an der Stra├če verbundenen Beschr├Ąnkung der Geschwindigkeit entstand ab 1903 eine weiter westlich gelegene Trasse, die 1906 dem Verkehr ├╝bergeben wurde. Gleichzeitig wurde der Anschluss nach Aurich von Georgsheil zu einem neuen Bahnhof verlegt, der erst Finkenburg und sp├Ąter Abelitz genannt wurde.

Die Stationen (nach der Verlegung): Emden, Polder, Larrelter Stra├če (sp├Ąter Emden West, heute Emden Hbf), Hinter Stra├če (sp├Ąter Hinte-Harsweg, zuletzt Emden-Harsweg), Suurhusen, Loppersum, Finkenburg (heute Abelitz), Engerhafe, Marienhafe, Osteel, Nad├Ârst, Norden, L├╝tetsburg, Hage, Westerende, Dornum, Roggenstede, Fulkum, Holtgast, Esens, Mamburg, Stedesdorf, Burhafe, Blersum, Uttel, Wittmund, Asel, (Landesgrenze zu Oldenburg), Vereinigung, Jever, Sibethshaus, Heidm├╝hle (heute Schortens-Heidm├╝hle), Ostiem, Sanderbusch, Sande.

Anschl├╝sse bestehen


Zur Orientierung sind bei den Stationen die Streckenkilometer angegeben. Dort, wo nichts anderes angegeben ist, beziehen diese sich auf den neuen Streckenverlauf und entstammen den Buchfahrpl├Ąnen Heft 2B (g├╝ltig vom 28.05.1972) und Heft 5A (g├╝ltig vom 30.05.1965) der Deutschen Bundesbahn. Kilometerangaben nach dem urspr├╝nglichen Streckenverlauf sind kursiv gehalten mit mit dem Hinweis alt versehen.

Ne/GmP 15355, Sommer 1972


EMDEN

Stadtplan Emden 1892
Stadtplan (Ausschnitt) aus F├╝rbringer, „Die Stadt Emden“, Emden 1892
Emden 1916
Ansichtskarte ohne Verlagsangabe, gelaufen 1916

Der Emder Bahnhof lag direkt vor dem Hafen (heute: Alter Binnenhafen) und schloss dort mit einem kurzen Kai ab. Es war deswegen nicht m├Âglich, die Strecke einfach weiterzuf├╝hren und Emden so zu einem Durchgangsbahnhof zu machen. Daher wurde die K├╝stenbahn bereits kurz vor dem Bahnhof angeschlossen und ├╝berquerte das Emder Fahrwasser ein St├╝ck s├╝dlich des Eisenbahndocks. – Eine betrieblich sehr ungl├╝ckliche L├Âsung: Jeder Zug nach/aus Norden musste r├╝ckw├Ąrts aus dem Bahnhof heraus- bzw. hineindr├╝cken.


km 0,0

Ostfr. K├╝stenbahn, km 0,0
Foto: Thomas Feldmann, Emden, 29.03.2014

Auch wenn es den S├╝dbahnhof nicht mehr gibt (er befand sich rechts au├čerhalb des Bildes) beginnt die K├╝stenbahn immer noch an der alten Stelle. Im Emder Rangierbahnhof liegt auf H├Âhe des Ablaufberges km 0,0 der Strecke ├╝ber Norden nach Wittmund, den hier IC 2018 bei der Fahrt nach Emden Hbf soeben passierte (Hektometertafel am linken Bildrand). Gleichzeitig ist hier km 348,0 der Strecke aus M├╝nster.

043 652-7 in Emden Rbf
Der Bereich um den Ablaufberg gute vierzig Jahre fr├╝her: 043 652-7 in Emden Rbf. Foto von Manfred Bitzer, Juli 1973

Br├╝cke ├╝ber das Emder Fahrwasser (km 1,03)

Emden, Drehbr├╝cke
Die Drehbr├╝cke ├╝ber das Emder Fahrwasser, links geht es Richtung Rangierbahnhof, rechts nach Emden West. Fotograf unbekannt, um 1945
Drehbr├╝cke Emder Fahrwasser, 1953
Die Br├╝cke aus der anderen Richtung mit einem Blick auf die Commerzbank (links), die Ladestellen am Alten Binnenhafen und auf Schreyers Hoek (oben rechts). Foto: Archiv der Bundesanstalt f├╝r Wasserbau, um 1950, Nr. HB17754 (www.baw.de, CC BY 4.0)

Emden, Drehbr├╝ckeUrspr├╝nglich wurde das Emder Fahrwasser quasi an der Grenze zwischen Altem und Neuen Binnenhafen mittels einer Drehbr├╝cke ├╝berquert, die auch den Zweiten Weltkrieg ├╝berstand. Dass eine Dampflok die Br├╝cke ├╝berquert, war damals Alltag: Die meisten Fu├čg├Ąnger haben f├╝r die 94 und ihren Zug keinen Blick ├╝brig. Heute st├╝nden etliche Fotografen bereit, um die Szene einzufangen.

Emden, Eisenbahnbr├╝cke 1953
Im Sommer 1953 benutzten die Z├╝ge noch die Drehbr├╝cke, aber die Pfeiler der neuen Klappbr├╝cke waren bereits fertig betoniert und auch der neue Streckenverlauf ist schon zu erkennen. Am linken Bildrand ist noch der Bahn├╝bergang Nesserlander Stra├če zu erkennen.
Luftbild: Plan und Karte GmbH, M├╝nster, 01.07.1953 (Ausschnitt)
Klappbr├╝cke Emder Fahrwasser, 1953
Foto: Archiv der Bundesanstalt f├╝r Wasserbau, 1953, Nr. HB17764 (www.baw.de, CC BY 4.0)

1953 wurde das in seinem Ursprung ja mittlerweile 70 Jahre alte Bauwerk durch eine Klappbr├╝cke ersetzt. Auch diese bekam auf ihrer S├╝dseite einen Fu├čg├Ąngersteg, da es die benachbarte Stra├čenbr├╝cke noch nicht gab. Auf diesem Foto aus der Archiv der BWA ist die Klappe bereits montiert. Seile halten sie aufrecht, da die Verbindung zum Waagebalken mit dem Gegengewicht noch fehlt. Im Vordergrund ist noch die Drehbr├╝cke zu sehen.

Emden, Klappbr├╝cke
Foto: Thomas Feldmann, Emden, 14.09.2004

Seit 1980 ist die Klappbr├╝cke mit Oberleitung versehen, 2019 begannen ├╝ber mehrere Jahre verteilte Arbeiten zur Modernisierung des Antriebes.


B├╝ Nesserlander Stra├če (km 1,149)

Emden, B├╝ Nesserlander Stra├če
Foto: Rafael Area Baz, Emden, ca. 1977

Ein paar Meter weiter kreuzt die Nesserlander Stra├če (der Bunker ist auch im Bild oben zu sehen). Der Bahn├╝bergang wurde von diesem Postengeb├Ąude an der K├╝stenbahnstra├če bedient, das um oder kurz nach 1980 abgebrochen wurde.


Emden Polder (etwa km 1,4)

Amtsblatt Nr. 288, 1902
Amtsblatt der Kgl. Eisenbahn-Direction M├╝nster, August 1902

Bei der „Station Polder“ handelt es sich um die Verzweigung im Bereich der Cirksenastra├če, in der sich die Strecke nach Emden-Au├čenhafen von der K├╝stenbahn trennt. Eine Haltestelle oder ├Ąhnliches befindet bzw. befand sich hier nicht.


B├╝ Larrelter Stra├če (km 2,03)

Emden, B├╝ Larrelter Stra├če
Foto: Harald Tschirner, 27.07.1974

Kurz vor dem Bahnhof lag der Bahn├╝bergang Larrelter Stra├če, den hier 042 364-0 mit ihrem Zug ├╝berquert. Den Bahn├╝bergang gibt es nicht mehr, heute steht hier eine Stra├čenbr├╝cke.
Am rechten Bildrand ist noch eben das Dach des Stellwerkes Ewf zu erkennen.


LARRELTERSTRA├čE (km 2,1)
ab 15.05.1931: EMDEN WEST
ab 26.09.1971: EMDEN HBF

Larrelter Stra├če 1883
Zeichnung der geplanten Haltestelle an der Larrelter Stra├če, 1883 (Nieders├Ąchsisches Landesarchiv Aurich, Rep. 244a, Nr 800)
Emden Stellwerk Ewf
Foto: Thomas Feldmann, Emden, 08.05.2006

Am s├╝dlichen Bahnhofskopf steht noch das seit langem arbeitslose fr├╝here Fahrdienstleiter-Stellwerk Ewf (anfangs hie├č es noch Ews). Es wurde am 4. Mai 1937 zusammen mit dem neuen Bahnhof Emden West in Betrieb genommen. Dass das „Hbf“ nachtr├Ąglich angebracht wurde, um das „West“ zu ├╝berdecken, ist noch recht gut zu erkennen.

Emden West (alter Zustand)
Foto: 23.10.1932, Original im Stadtarchiv Emden (Ausschnitt)

Beim Bau der K├╝stenbahn wurde am Bahn├╝bergang der Landstra├če nach Larrelt eine Haltestelle f├╝r den Personenverkehr eingerichtet, so sparten sich viele Reisende den Weg quer durch Emden zum damaligen Bahnhof s├╝dlich der Stadt. Der damaligen Rechtschreibung entsprechend erhielt die Station den Namen „Larrelterstra├če“. Das Geb├Ąude tr├Ągt hier aber bereits die zum 15. Mai 1931 ge├Ąnderte Bezeichnung EMDEN WEST.

Emden West + Klb 1933
Ansichtskarte: Cramers Kunstanstalt Dortmund (CeKaDe), 1933 (Ausschnitt)
Emden West 1940
Ansichtskarte: Verlag Cramers Kunstanstalt, Dortmund, gelaufen 1940

Das niedrige Flachdach-Geb├Ąude mit dem gro├čen Laternenaufbau entstand im Zuge des Umbaus der Haltestelle „Larrelter Stra├če“ in den Bahnhof „Emden West“, der Rohbau ist auf der Ansichtskarte von 1933 oben rechts bereits zu erkennen. Eingeweiht wurde es nach rund einem halben Jahr Bauzeit am 20. Dezember 1932. Am 4. Mai 1937 kurz nach 9 Uhr wurde auch der neue Bahnhof dem Betrieb ├╝bergeben.
Das Erdgeschoss ist noch vorhanden, lediglich der Aufbau ist sp├Ąter (nach 1974) abgebrochen worden. Im Hintergrund sind die Geb├Ąude der Kleinbahn zu erkennen.

Bausperre Emden WestDas kleine Geb├Ąude war eigentlich nur als eine mittelfristige ├ťbergangsl├Âsung bis zur Fertigstellung eines gro├čen, „repr├Ąsentativen“ Empfangsgeb├Ąudes gedacht. Dieses sollte etwa dort entstehen, wo sich auch heute das Bahnhofsgeb├Ąude befindet. So wurde von der Stadt Emden im Zuge der Vorbereitungen eine vom 30.07.1938 bis zum 31.07.1940 geltende Ver├Ąnderungssperre f├╝r den gesamten Bereich von Bahnhof und Bahnhofsvorplatz erlassen. Das in Emden erscheinende „Blatt der Ostfriesen“ schrieb (nachdem sich bis dahin nicht viel getan hatte) am 21.07.1939: „Als vor etwa drei Jahren der Umbau begann, haben wir Emder viel erwartet – doch wie wurden wir entt├Ąuscht.“
Das abgebildete detaillierte Modell des vorgesehenen Empfangsgeb├Ąudes stellte die Deutsche Reichsbahn 1939 w├Ąhrend der Emder Gewerbeschau „Wille und Leistung Ostfrieslands“ auf ihrem Stand vor.

Projekt Emden West
Foto: 1939, Original im Stadtarchiv Emden (Ausschnitt)
Emden West 1963
Foto aus dem Jahresbericht der IHK f├╝r 1963, vor Seite 65

Zum Bau des neuen Bahnhofsgeb├Ąudes kam es nicht mehr, nach dem Angriff auf Polen am 1. September 1939 setzte die Reichsbahn andere Priorit├Ąten. Nach Kriegsende wurden zwar die Sch├Ąden an den vorhandenen Anlagen bald beseitigt, viel mehr geschah aber nicht. Und noch 1964 bem├Ąngelt die Industrie- und Handelskammer f├╝r Ostfriesland und Papenburg in ihrem Jahresbericht f├╝r 1963: „Seit ├╝ber einem Jahrzehnt hat die Kammer die Bahnhofsverh├Ąltnisse kritisiert und als eine Beleidigung f├╝r die Seehafenstadt Emden bezeichnet. Bis heute hat sich leider nichts ge├Ąndert.“

Emden West um 1965
Mitte der 1960er Jahre: Die Verwandtschaft aus ├ťbersee wurde zum Bahnhof gebracht und zum Abschied entstand noch ein gemeinsames Foto. Den ersten Teil der Heimreise d├╝rfte der Besuch dann wohl mit dem Schnellzug nach Aachen zur├╝ckgelegt haben, der am Zugzielanzeiger f├╝r Gleis 6 angek├╝ndigt wurde. Foto: Katharine Hoogestraat
Emden West
Ein Blick in die Gegenrichtung: Der Bahnsteig 2 von Emden West im Jahr 1968 (Foto: „friro“ ├╝ber digit.wdr.de)
Emden Hbf
Foto: Thomas Feldmann, Emden, 13.08.2005

Schlie├člich wurde den Verh├Ąltnissen doch noch abgeholfen: Die Deutsche Bundesbahn baute neu. Die feierliche Grundsteinlegung f├╝r das neue Empfangsgeb├Ąude fand am 1. Juli 1971 statt, bereits am 24. Mai 1973 konnte es er├Âffnet werden. Im Zuge dieser Umgestaltung erhielt der Bahnhof am 26. September 1971 die Bezeichnung „Emden Hbf“ und der S├╝dbahnhof wurde aufgegeben.
Kurze Zeit sp├Ąter bezogen auch das Bahnhofsb├╝ro, das Eisenbahnbetriebsamt und die Generalvertretung der DB ihre neuen R├Ąume.

Emden Hbf 1974
Die Schnellzuglok 012 100-4 verl├Ąsst mit ihrem Zug von Gleis 6 kommend Emden Hbf und passiert gerade den Bahn├╝bergang Larrelter Stra├če. Vor dem neuen Empfangsgeb├Ąude steht – noch unver├Ąndert – der Bau aus den 1930er Jahren. Foto: Harald Tschirner, 27.07.1974
220 085-5 in Emden Hbf
220 085-5 am 20.12.1975 in Emden Hbf, Foto: Harald Tschirner
Emden Stellwerk Ewn
Foto: Thomas Feldmann, Emden, 15.12.2007

Das ehemalige Stellwerk Ewn steht an der Ausfahrt Richtung Norden, direkt am Larrelter Tief. Hier ist heute das Domizil der Eisenbahnfreunde Emden e. V. Leider kommt es immer wieder zu Sch├Ąden durch Vandalismus (daher die – wenig attraktiv – geschlossenen Roll├Ąden).

Emden Hbf, Luftbild 2010
Emden Hbf, 10.07.2010. Foto: Bin im Garten, Flug Emden 2010 141, CC BY-SA 3.0

HINTERSTRA├čE (km 5,7)
ab 01.05.1905: HINTE-HARSWEG
ab 1945: EMDEN-HARSWEG

Amtsblatt Nr. 364, 1907
Amtsblatt der Kgl. Eisenbahn-Direction M├╝nster, Juni 1907

N├Ârdlich Emdens wurde an der Landstra├če nach Hinte ebenfalls ein Haltepunkt eingerichtet, hier wurde zus├Ątzlich in beschr├Ąnktem Umfang auch Gep├Ąck abgefertigt. Zum 1. Mai 1905 wurde der Name von „Hinter-Stra├če“ in „Hinte-Harsweg“ ge├Ąndert. Laut einer Aufstellung der Reichsbahndirektion vom 1. April 1928 war Harsweg zu diesem Zeitpunkt ohne G├╝terverkehr und unbesetzt. 1933 wird die Station dann in die Bahnhofsklasse IV eingeordnet. Mit der Eingemeindung Harswegs nach Emden im Jahre 1945 ├Ąnderte sich der Name erneut und noch in den 1970er Jahren besteht hier ein zweigleisiger Bahnhof (vgl. den Gleisplan).

Emden-Harsweg 1967
Der Bahnhof Emden-Harsweg 1967 (Bitte beachten: Der Plan ist verzerrt. Ma├čstab in der Breite 1:1000, in der L├Ąnge aber 1:3000.)
Emden-Harsweg 2006
Foto: Thomas Feldmann, Emden, 01.05.2006

Das Geb├Ąude des fr├╝heren Stellwerks „Ehf“ am Bahn├╝bergang der Landesstra├če ist heute noch vorhanden.


SUURHUSEN (-) und LOPPERSUM (km 9,6)

Messtischblatt 1105 Loppersum, 1891
Topographische Karte 1:25.000, Blatt 1105, Ausgabe 1891 (Ausschnitt)

„Alte“ und „neue“ K├╝stenbahn im Bereich Suurhusen und Loppersum. Die Eisenbahnstrecke lag bis Anfang des 20. Jahrhunderts noch auf dem Seitenstreifen der Landstra├če Emden – Aurich, mit einem Haltepunkt in Suurhusen und einer Haltestelle in Loppersum. Der Verlauf der neuen Strecke ist zum Vergleich rot eingezeichnet.

Suurhusen
Ansichtskarte ohne Verlagsangabe, gelaufen 1906

Die „Station Suurhusen“ (oben rechts) bestand nur aus einem Haltepunkt nahe der Kirche, an dem G├╝ter gar nicht abgefertigt wurden und selbst Gep├Ąck nur in beschr├Ąnktem Ma├če.

Loppersum
Ansichtskarte: Verlag Rolf Rieke, Hannover, herausgegeben 1904

In Loppersum sah es bis 1906 nicht viel anders aus. An der Einm├╝ndung der Loppersumer Stra├če in die Chaussee Emden – Aurich wurde eine Haltestelle eingerichtet, die Agentur ├╝bernahm die dortige Gastwirtschaft. Loppersum war aber f├╝r den G├╝terverkehr unbeschr├Ąnkt ge├Âffnet (sogar international) und besa├č eine Eisenbahn-Telegraphenstation.

Suurhusen musste sich nach der Streckenverlegung mit einer Haltestelle begn├╝gen (die am 01.04.1928 als „ohne G├╝terverkehr“ genannt und zum 13.09.1966 aufgehoben wurde), w├Ąhrend Loppersum einen richtigen Bahnhof an der Stra├če nach Wirdum erhielt. Auch dort halten mitlerweile keine Z├╝ge mehr, das Empfangsgeb├Ąude (unten links) ist aber erhalten und in Privatbesitz.

Loppersum
Ansichtskarte: Verlag Rolf & Co., Hannover, 1912

FINKENBURG (km 14,8)
ab 01.05.1909: ABELITZ

Finkenburg
Foto: Thomas Feldmann, 10.04.2020

Direkt an der Chaussee von Emden nach Georgsheil, der heutigen Bundesstra├če 210, liegt die fr├╝here Gastst├Ątte Finkenburg (auch Finkenburgshof). Hier wurde eine Haltestelle f├╝r die Bewohner der umliegenden Marschen eingerichtet. Seit der Verlegung der K├╝stenbahn halten hier keine Z├╝ge mehr, aber eine Haltestelle Finkenburg gibt es hier f├╝r Busse immer noch.

Finkenburg 1906
Topographische Karte 1:25.000, Blatt 1105, Ausgabe 1906 (Ausschnitt)

Mit dem Bau der neuen K├╝stenbahn entstand auch ein neuer Abzweigbahnhof f├╝r die Strecke nach Aurich, der nach der bisherigen Haltestelle die Bezeichnung „Finkenburg“ erhielt (beide rot markiert).
Es hei├čt, der Wirt des Gasthofes habe gegen die Namensgebung Einspruch erhoben. Er soll bef├╝rchtet haben, es k├Ânne zu f├╝r ihn nachteiligen Verwechslungen zwischen seiner Wirtschaft und der neuen Bahnstation kommen. Jedenfalls wurde der Bahnhof zum 1. Mai 1909 in Abelitz umbenannt.

Abelitz 1909
Ansichtskarte: ohne Verlagsangabe, gelaufen 1909

Auf diesem Foto tr├Ągt die Station noch die Bezeichnung „Finkenburg“. Die K├╝stenbahn ist erst kurz zuvor auf ihrer neuen Trasse in Betrieb gegangen, das Empfangsgeb├Ąude ist auch noch ganz neu. 1909 prangte aber bereits der Name „Abelitz“ an der Fassade, wie der Absender dieser Postkarte entsprechend erg├Ąnzt hat. Laut einer Aufstellung der Reichsbahndirektion vom 1. April 1928 war Abelitz zu diesem Zeitpunkt ohne G├╝terverkehr.

Abelitz 2007
Foto: Thomas Feldmann, 06.05.2007

Das Bahnhofsgeb├Ąude steht schon lange nicht mehr. Das heutige Fahrdienstleister-Stellwerk ist ein einfacher, mit┬á Trapezblechen verkleideter Zweckbau. Der Blick geht Richtung Norden.

Abelitz 2007
Foto: Thomas Feldmann, 06.05.2007

ENGERHAFE (km 17,7)

Engerhafe 1903
Ansichtskarte: Verlag J. Fischer, Norden, gelaufen 1903

Um die vorletzte Jahrhundertwende: Noch verl├Ąuft die K├╝stenbahn an der Chausse Georgsheil – Norden und der Bahnbetrieb wird von einer Agentur besorgt, die im Geh├Âft direkt an der Strecke betrieben wird.

Engerhafe 1955
Ansichtskarte: Verlag Walter Jappe, L├╝beck, gelaufen 1955

Nach der Verlegung der Strecke bekommt auch Engerhafe einen neuen Bahnhof (unten links). Laut einer Aufstellung der Reichsbahndirektion vom 1. April 1928 verf├╝gte Engerhafe zu diesem Zeitpunkt nur ├╝ber eingeschr├Ąnkten G├╝terverkehr.


bei Siegelsum (km 19,4)

bei Marienhafe 1974
Foto: Harald Tschirner, 27.07.1974

Hochwertiger Zugverkehr auf der K├╝stenbahn: Am 27.Juli 1974 war 601 017-7 bei Siegelsum unterwegs.


bei Fehnhusen (km 19,9 alt)

Fehnhusen 1882
Ein Abschnitt der geplanten K├╝stenbahn bei Fehnhusen, 1882 (Nieders├Ąchsisches Landesarchiv Aurich, Rep. 244a, Nr. 399)

Vor dem Bau der Strecke wurde nat├╝rlich sorgf├Ąltig bestimmt, welche Fl├Ąchen daf├╝r erworben oder gegebenenfalls enteignet werden mussten, und entsprechende Flurkarten gezeichnet; in diesem Falle ein Abschnitt bei Fehnhusen. Die blaue Linie links ist die Maar, die weiter westlich in die Abelitz m├╝ndet. Rechts ist der Weg von Oldeborg nach Siegelsum dargestellt (heute Fehnhusen bzw. Diekweg). Der hier eingerichtete Bahn├╝bergang befindet sich seit der Verlegung der K├╝stenbahn zwar immer noch am Diekweg, aber etwa 300 Meter weiter westlich.


MARIENHAFE (km 23,1 alt bzw. km 22,2)

Marienhafe 1880
Gleisplanentwurf von 1880 (Nieders├Ąchsisches Landesarchiv Aurich, Rep. 244a, Nr. 89)
Marienhafe
Ansichtskarte: Verlag O. G. Janssen, Marienhafe, ca. 1895

Marienhafes erster Bahnhof befand sich s├╝d├Âstlich des Ortes an der heutigen Rosenstra├če (im Bereich des fr├╝heren Baumarktes s├╝dlich der Gesamtschule). Die K├╝stenbahn verlie├č hier die Chaussee und verlief ├Âstlich um Marienhafe herum, um sich n├Ârdlich des Ortes wieder mit der Stra├če zu vereinigen.

Marienhafe
Zeichnung von J. E. Ahlrichs, der Blick geht nach Norden
Marienhafe
Ansichtskarte ohne Jahr und Verlag

Entsprechend der Bedeutung des Ortes entstand bei der Streckenverlegung am s├╝dwestlichen Ortstrand ein mehrgleisiger Bahnhof mit einem gr├Â├čeren Empfangsgeb├Ąude (unten links).

Amtsblatt 1904
Amtsblatt der Kgl. Eisenbahn-Direction M├╝nster, M├Ąrz 1904
Amtsblatt 1908
Amtsblatt der Kgl. Eisenbahn-Direction M├╝nster, Februar 1908

OSTEEL (km 25,3)

Osteel 1901
Ansichtskarte: Verlag J. Fischer, Norden, gelaufen 1901

Auch in Osteel fand die Agentur der Bahn ihren Platz in einem bereits vorhandenen Geb├Ąude. Hier war es Seebergs Gasthof, der direkt an der Chaussee Georgsheil-Norden (an der Einm├╝ndung des Moortunweges) lag.
Nach der Streckenverlegung befand sich die Haltestelle beim Bahn├╝bergang Altendeichsweg, 1916 wurde dort ein Bahnhofsgeb├Ąude errichtet, das zum 07.12.1978 geschlossen wurde. Seitdem halten hier keine Z├╝ge mehr. Laut einer Aufstellung der Reichsbahndirektion vom 1. April 1928 war Osteel zu diesem Zeitpunkt ohne G├╝terverkehr.
Ab 1938 entstanden hier eine Blockstelle und ein zweites Gleis, um die Zugfolge etwas verdichten zu k├Ânnen. Nach der Aufhebung zum 16.12.1982 wurde beides wieder abgebaut.

Osteel 1957
Liegenschaftskarte der Deutschen Bundesbahn, Stand 1957 (Ausschnitt)

NAD├ľRST

Nad├Ârst bekam eine Haltestelle an der Einm├╝ndung der Nad├Ârster Stra├če. Diese Kreuzung befand sich damals noch etwas weiter n├Ârdlich, etwa gegen├╝ber der heutigen Buchdruckerstra├če. Auch an der neuen Strecke wurde eine Haltestelle eingerichtet, der Bahnhofsweg zeugt noch davon. Laut einer Aufstellung der Reichsbahndirektion vom 1. April 1928 war Nad├Ârst zu diesem Zeitpunkt ohne G├╝terverkehr.
Der Name Nad├Ârst bleibt auch verbunden mit dem wohl ersten t├Âdlichen Unfall Ostfrieslands, an dem die Eisenbahn (au├čerhalb der eigentlichen Bauarbeiten) beteiligt war.

Unfall bei Nad├Ârst in der Ostfriesischen Zeitung 1883-05-19-115


NORDEN (km 30,4)

Norden 1914
Ansichtskarte: gelaufen 1914, Verlag Wilhelm Luttmann, Norden

Norden erhielt einen vergleichsweise gro├čen Bahnhof etwas au├čerhalb der Stadt in S├╝derneuland. Eine kleine Betriebswerkst├Ątte erm├Âglichte hier zus├Ątzlich die Versorgung der Lokomotiven.
Auch wenn die heutige Situation in Norden und s├Ąmtliche Fahrpl├Ąne anderes glauben machen wollen: Die K├╝stenbahn biegt hier nach Osten ab (in Richtung Hage), die Verl├Ąngerung nach Norddeich ist ja im Ursprung lediglich eine nachtr├Ąglich entstandene Stichstrecke.

Bahnhof Norden, 2008
Foto: Thomas Feldmann, Emden, 21.08.2008

August 2008: Es ist dasselbe Geb├Ąude, auch wenn es seit dem um 1970 vorgenommenen Umbau kaum noch zu erkennen ist. Im Fr├╝hjahr 2011 wurde dieser Torso teilweise abgebrochen, die Reste schlie├člich Ende M├Ąrz/Anfang April 2016 entfernt.

Bahnhof Norden, 2012
Foto: Thomas Feldmann, Emden, 17.06.2012

Beim Abbruch kamen auch Wandbemalungen aus der Erbauungszeit f├╝r kurze Zeit wieder ans Tageslicht.

Norden 2009
Foto: Gregor Helms, 31.12.2009, BahnhofNorden, CC BY-SA 3.0 DE

Bereits am 15.09.2006 wurde der Grundstein f├╝r ein neues Bahnhofsgeb├Ąude gelegt, das etwas weiter Richtung Stadt entstand und am 30.04.2007 offiziell eingeweiht wurde.


Berumerfehnkanal und Heerstra├če, Norden (bei km 31,0)

Norden Kanalbr├╝cke 1909
Ansichtskarte: Verlag Hermann Braams, Norden & Norderney, 1909
Norden, Berumerfehnkanal
Ansichtskarte: Verlag Hermann Braams, Norden & Norddeich, 1909

Blick aus Richtung Osten auf die Eisenbahn-Drehbr├╝cke ├╝ber den Berumerfehnkanal.
Am rechten Bildrand ist noch die heutige Heerstra├če zu erkennen (vgl. das n├Ąchste Bild), dazu die Frisiam├╝hle (Mitte) und die Deichm├╝hle (links).

Norden, Heerstra├če 1902
Ansichtskarte: 1902, Verlag Georg Kugelmann, Hannover

Rechts oben ist der Bahn├╝bergang im Zuge der Heerstra├če abgebildet (Blick von der anderen Seite der Bahn in die Gegenrichtung). Rechts geht es zum Bahnhof Norden, links folgt nach einigen Kilometern Hage. Im Hintergrund ist die ├ľlm├╝hle zu sehen.

Berumerfehnkanal, Norden
Foto von etwa 1955 (Archiv Medienzentrum Norden, mit dessen freundlicher Genehmigung)

Rund 50 Jahre sp├Ąter hat sich hier noch allzuviel ge├Ąndert. Der Fotograf stand etwas weiter rechts, so dass die Heerstra├če hier links au├čerhalb des Bildes liegt und daf├╝r der Berumerfehnkanal das Bild bestimmt. Das Stellwerk Nn (rechts der Bildmitte) bediente den Abzweig der Strecke nach Norddeich von der K├╝stenbahn und die Drehbr├╝cke.

Gleisplan Norden
Aussschnitt aus einem Gleisplan des Norder Bahnhofes, Rbd M├╝nster (Westf.) 1929

L├ťTETSBURG

Hier bestand zeitweise ein Haltepunkt, der zum 27.05.1962 aufgehoben wurde.


HAGE (km 37,3)
ab 01.03.1908: HAGE (OSTFRIESL)

Hage
Negativplatte, Cramers Kunstanstalt, Dortmund, 1962 (Ausschnitt)

Unter der extremen Ausschnittsvergr├Â├čerung leidet die Bildqualit├Ąt leider selbst dann, wenn man von einem gro├čformatigen Negativ scannt, aber dies ist derzeit die einzige Ansicht des Hager Bahnhofes in meiner Sammlung.


WESTERENDE (OSTFRIESL) (km 43,1)

Laut einer Aufstellung der Reichsbahndirektion vom 1. April 1928 verf├╝gte Westerende zu diesem Zeitpunkt ├╝ber einen beschr├Ąnkten G├╝terverkehr, war aber unbesetzt.


DORNUM (OSTFRIESL) (km 48,0)

Dornum
Ansichtskarte: Verlag Ernst Br├Âske, Dornum, ca. 1900

Der Wasserturm des Dornumer Bahnhof zeugte von der Sparsamkeit der Preu├čischen Staatsbahn: Der Beh├Ąlter wurde kosteng├╝nstig mit Windkraft bef├╝llt.

Dornum
Dornum im April 1990. Foto: Thomas Feldmann

Vom Dornumer Bahnhof war 1990 nicht mehr viel ├╝brig, dabei war er erst um 1970 mit Ausfahrsignalen ausgestatten worden. Das Empfangsgeb├Ąude wurde Ende 1979 abgebrochen, nachdem der Bahnhof zu einer unbesetzten Haltestelle herabgestuft worden war.

Dornum, Ende der Strecke
Trasse der K├╝stenbahn, Blick von Dornum nach Osten im April 1990. Foto: Thomas Feldmann

Der Personenverkehr Norden-Esens wurde am 28. Mai 1983 eingestellt, der Abschnitt zwischen Dornum und Esens Anfang 1986 abgebaut, dreieinhalb Jahre sp├Ąter endete auch der restliche Betrieb.
Der Verlauf zwischen Dornum und Esens ist aber bis heute im Gel├Ąnde noch gut erkennbar.


ROGGENSTEDE (km 51,2)

„Bei Roggenstede, zwischen den Stationen Dornum und Fulkum an der Ostfriesischen K├╝stenbahn, ist versuchsweise eine Personenhaltestelle eingerichtet, an welcher vom 10. Juli d. J. ab die auf der Strecke Norden-Wittmund kursirenden Z├╝ge mit Personenbef├Ârderung halten werden, um daselbst Reisende abzusetzen resp. aufzunehmen.
Eine Expedition von Gep├Ąck von und nach Roggenstede findet nicht statt.“ (Eisenbahn-Verkehrs-Anzeiger f├╝r Rheinland und Westfalen vom 2. Juli 1884)
Roggenstede 1977
Foto: Dieter Maul, Moormerland, 1977

Wie an so vielen Haltestellen mussten den Reisenden auch hier ein einfacher, niedriger Bahnsteig und ein ├ťberweg aus Holzbohlen reichen. Immerhin konnte Roggenstede Ende der 1970er Jahre mit einem Haltestellenschild im damals aktuellen Design aufwarten und auch der Fernsprechkasten (noch einer aus Stahlblech) wirkt gepflegt.

Der Personenhaltepunkt Roggenstede wurde zum 16. M├Ąrz 1903 auch „f├╝r den Eil- und Frachtst├╝ckgutverkehr sowie f├╝r Tiersendungen in K├Ąfigen, Kisten, K├Ârben und dergleichen bei Aufgabe als St├╝ckgut er├Âffnet.“ (Amtsblatt der K.E.D. M├╝nster) Laut einer Aufstellung der Reichsbahndirektion vom 1. April 1928 war der Haltepunkt zu diesem Zeitpunkt unbesetzt und ohne G├╝terverkehr.
Roggenstede 1977, Sommerfahrplan
Foto: Dieter Maul, Moormerland, 1977
Roggenstede 1977
Foto: Dieter Maul, Moormerland, 1977

Die 043 315-1 auf dem Weg nach Norden. Dieter Maul (der mir freundlicherweise die Fotos zur Verf├╝gung stellte) schreibt dazu: ÔÇ×W├Ąhrend der Studienzeit an der Fachhochschule Ostfriesland war ich (als Hesse) neugierig auf Land und Leute und fotografierte alles, was mir vor die Linse kam. Einmal fuhr ich mit meinem Bruder, der mich besuchte, ├╝bers Land. An der einsamen Haltestelle stiegen wir aus. Als wir die Lok sahen, schoss ich einige Fotos, eilte zum Auto, wir gaben Gas, um die Lok einzuholen. Da die Schienen parallel zur Stra├če verlaufen, holten wir den Zug schnell ein und fuhren mit gleicher Geschwindigkeit neben dem fauchenden Koloss her. Dabei entstanden diese beeindruckenden Fotos. Schade, dass es kein Film geworden ist!ÔÇť
Mit der zu bef├Ârdernden Last d├╝rfte die Einheitslok keine Schwierigkeiten gehabt haben, eher der Oberbau mit der f├╝r die K├╝stenbahn eigentlich zu hohen Achslast der Reihe 44.


FULKUM (km 54,5)

Fulkum
Ansichtskarte: Verlag W. Bindseil & Sohn, Hamburg, ohne Jahr

Die Haltestelle Fulkum war wenigstens ein klein wenig komfortabler als die von Roggenstede: Gleich neben der Strecke lag eine Gastwirtschaft, die auch als Bahnagentur fungierte. Auch der Personenhaltepunkt Fulkum wurde zum 16. M├Ąrz 1903 „f├╝r den Eil- und Frachtst├╝ckgutverkehr sowie f├╝r Tiersendungen in K├Ąfigen, Kisten, K├Ârben und dergleichen bei Aufgabe als St├╝ckgut er├Âffnet“ (Amtsblatt der K.E.D. M├╝nster). Auch laut einer Aufstellung der Reichsbahndirektion vom 1. April 1928 war Fulkum┬á zu diesem Zeitpunkt f├╝r den beschr├Ąnkten G├╝terverkehr ge├Âffnet.


HOLTGAST (km 57,8)

Holtgast 1974, Sommerfahrplan
Der Aushangfahrplan von Holtgast f├╝r den Sommerfahrplan 1974.

Urspr├╝nglich diente die Haltestelle Holtgast nur dem G├╝terverkehr, zus├Ątzlich wurde sie zum 16. M├Ąrz 1903 auch „f├╝r den Eil- und Frachtst├╝ckgutverkehr sowie f├╝r Tiersendungen in K├Ąfigen, Kisten, K├Ârben und dergleichen bei Aufgabe als St├╝ckgut er├Âffnet“ (Amtsblatt der K.E.D. M├╝nster). Ab dem 1. Juni 1912 hielten hier auch Personenz├╝ge, zun├Ąchst vier in der jeder Richtung, an Werktagen ein weiterer, der von Wittmund nach Norden verkehrte. Laut einer Aufstellung der Reichsbahndirektion vom 1. April 1928 war Holtgast zu diesem Zeitpunkt ohne G├╝terverkehr und unbesetzt.


ESENS (km 60,3)

Esens
Ansichtskarte: Verlag Reinicke & Rubin, Dresden, 1908
Esens
Ansichtskarte: Verlag A. K├╝ster, Esens, gelaufen 1902

Ein Blick auf den Bahnsteig und einen wartenden Zug nach Norden.
Auch in Esens stand eine der fr├╝her offensichtlich allgegenw├Ąrtigen Laternen mit eckigem, wei├č gestrichenem Holzpfosten.

1914
Ansichtskarte: Verlag M. Gl├╝ckstadt & M├╝nden, Hamburg, gelaufen 1914

Die ├Âstliche Einfahrt des Bahnhofes Esens, der seit dem 8. September 1905 ├╝ber Einfahrsignale verf├╝gte. Das Bahnhofsgeb├Ąude zeigt sich hier am linken Bildrand, leider nur angeschnitten. Hinter den Signalen ist das Bahnhofshotel zu erkennen, an dem die Kleinbahn Leer-Aurich-Wittmund eine Haltestelle unterhielt.

Esens
Negativ von Cramers Kunstanstalt Dortmund, 1966 (Ausschnitt)

Blick aus der Gegenrichtung: Dieses Luftbild von 1966 gibt einen guten ├ťberblick ├╝ber den Esenser Bahnhof (Bildmitte) mit der quer durchs Bild verlaufen K├╝stenbahn. Auch das oben bereits erw├Ąhnte Bahnhofshotel ist mit seiner hellen Fassade gut zu erkennen. Oben rechts kommt die Kleinbahn Leer-Aurich-Wittmund aus Richtung Ogenbargen, die unten links nach Esens Kleinbahnhof und weiter nach Bensersiel verl├Ąuft.
Der Bahnhof existiert in dieser Form nicht mehr, heute gibt es am Ende der Strecke nur noch einen Haltepunkt, der sich zudem jenseits der Bahnhofstra├če (also am linken Bildrand) bei km 60,6 befindet.


MAMBURG (km 62,4)

Mamburg 1974, Winterfahrplan
Winterfahrplan 1974

Der Winterfahrplan 1974/75 ist schon recht ├╝bersichtlich: An Werktagen h├Ąlt ein Zug je Richtung. Ansonsten besorgen ein paar Busse den Verkehr und die halten auch noch woanders (n├Ąmlich im Ort am Gasthof Nobiskrug, wie das Sternchen in der Spalte Gleis angibt).


STEDESDORF (km 64,2)

Stedesdorf 1905
Ansichtskarte: Verlag Adolf Thumann, Wittmund, gelaufen 1905

Diese sch├Âne gestaltete Ansichtskarte der vorletzten Jahrhundertwende zeigt ein fast typisches Bild eines ostfriesischen Eisenbahn-Haltepunktes (vgl. Osteel), wie er oft neben einem Bahn├╝bergang eingerichtet wurde: Eine Laterne mit Haltestellenschild musste reichen, als Bahnsteig diente eine niedrige Aufsch├╝ttung und der Gasthof Sneider versah nebenbei die Dienste als Bahnagent. Immerhin wickelte die Agentur in Stedesdorf einen – wenn auch sehr eingeschr├Ąnkten – Frachtverkehr ab, nachdem zum 1. April 1903 der Haltepunkt Stedesdorf auch „f├╝r den Eil- und Frachtst├╝ckgutverkehr sowie f├╝r Tiersendungen in K├Ąfigen, Kisten, K├Ârben und dergleichen bei Aufgabe als St├╝ckgut er├Âffnet“ worden war (Amtsblatt der K.E.D. M├╝nster). Laut einer Aufstellung der Reichsbahndirektion vom 1. April 1928 war Stedesdorf zu diesem Zeitpunkt unbesetzt und ohne G├╝terverkehr.
Der Gasthof existiert noch heute, nur Z├╝ge halten hier nicht mehr.


BURHAFE (Ostfriesl) (km 67,9)

Burhafe
Ansichtskarte: Verlag Otto Schmidt, Wittmund, etwa 1910

Die Haltestelle Burhafe wird zum 27.09.1987 aufgehoben. Erst die NordWestBahn richtet hier wieder einen Halt ein, der ab dem 9. Dezember 2005 bedient wird.


BLERSUM (km 70,3)

Blersum
Ansichtskarte: Verlag Otto Schmidt, Wittmund, etwa 1910

Zwischen Wittmund und Burhafe wurde an der K├╝stenbahn bei Blersum ein Haltepunkt eingerichtet, als Agent fungierte – wie so oft – der ├Ârtliche Gastwirt, dessen Wirtschaft g├╝nstig an Eisenbahn und Stra├če lag.
Gep├Ąck wurde hier nur in eingeschr├Ąnktem Umfang abgefertigt, G├╝ter anfangs ├╝berhaupt nicht. Laut einer Aufstellung der Reichsbahndirektion vom 1. April 1928 war Blersum zu diesem Zeitpunkt unbesetzt, aber f├╝r den beschr├Ąnkten G├╝terverkehr ge├Âffnet. In den 1930er Jahren waren immerhin Versand und Empfang von St├╝ckgut und Kleinvieh m├Âglich. 1932 wurden in Blersum 2271 Fahrkarten verkauft (zum Vergleich: in Burhafe 10775, in Wittmund 40001).


UTTEL (km 72,3)

Bei Uttel befand sich am Bahn├╝bergang der Algershausener Stra├če ein Haltepunkt. Lange Z├╝ge konnten hier nicht halten: In einem Gleisplan von 1979 ist die Nutzl├Ąnge des Bahnsteiges (H├Âhe: „0,25 m ├╝. SOK“) mit ganzen 30 Metern angegeben. Im Kursbuch der Britischen Besatzungszone von 1946 taucht Uttel gar nicht auf, das Winterkursbuch 1958/59 nennt hier nur einen Bedarfshalt.


WITTMUND (km 73,7)

Wittmund 1905
Ansichtskarte: Verlag J. Blessmann, Wittmund, gelaufen 1905

Das Empfangsgeb├Ąude der Staatsbahn mit Ansichten aus beiden Richtungen.
Die Kleinbahn Leer-Aurich-Wittmund hatte ihren Bahnhof auf der anderen Stra├čenseite, so dass der ├ťbergang zwischen beiden Bahnen problemlos m├Âglich war.

Wittmund 1940
Ansichtskarte: Verlag Walter B├Âhning, Leer, gelaufen 1940
Wittmund
Ansichtskarte: Verlag CeKaDe, 1973 (Bildfreigabe 1968, Ausschnitt)

Rund drei├čig Jahre sp├Ąter entstand dieses Luftbild f├╝r Cramers Kunstanstalt in Dortmund. Die Kleinbahn gibt es mittlerweile nicht mehr, aber deren Empfangsgeb├Ąude steht noch und auf dem Bild ist gut zu erkennen, wie nah die beiden Bahnh├Âfe aneinander lagen.

Wittmund 1901
Ansichtskarte: Verlag Adolf Thumann, Wittmund, gelaufen 1901

ASEL (km 76,2)

Der Personenhaltepunkt Asel wurde zum 1. April 1903 auch „f├╝r den Eil- und Frachtst├╝ckgutverkehr sowie f├╝r Tiersendungen in K├Ąfigen, Kisten, K├Ârben und dergleichen bei Aufgabe als St├╝ckgut er├Âffnet“ (Amtsblatt der K.E.D. M├╝nster). Laut einer Aufstellung der Reichsbahndirektion vom 1. April 1928 war der Haltepunkt zu diesem Zeitpunkt unbesetzt, verf├╝gte aber ├╝ber beschr├Ąnkten G├╝terverkehr.

VEREINIGUNG.

Vereinigung
Foto: Helmut Zimmermann, Petkum

Die Haltestelle Vereinigung mit Blick in Richtung Jever, das in der Ferne schon zu sehen ist. Dort, wo westlich von Jever die preu├čische und die oldenburgische Staatsbahn aneinanderstie├čen, wurde eine Haltestelle mit dem sinnigen Namen „Vereinigung“ eingerichtet. Der Betrachter befindet sich bereits im fr├╝heren Gro├čherzogtum, die Grenze liegt gut 100 m hinter ihm.


JEVER (km 13,3 / 81,0)

Jever 1908
Ansichtskarte: gelaufen 1908, Verlag Andreas Flitz, Jever

Jever bekam als bedeutende Stadt und Hauptort des Jeverlandes ein durchaus repr├Ąsentatives Empfangsgeb├Ąude.
Ein interessantes Detail ist die Weichenlaterne in hoher Ausf├╝hrung im Vordergrund.

Jever, Bahnhofsgastst├Ątte
Ansichtskarte: Verlag J. B. Feilner, Oldenburg, gelaufen 1900

Ein Muss f├╝r jeden „richtigen“ Bahnhof war fr├╝her eine ansprechende Bahnhofsgastst├Ątte, in der man sich w├Ąhrend l├Ąngerer Aufenthalte nicht nur aufw├Ąrmen konnte, sondern die auch ├╝ber eine gute Wirtschaft verf├╝gte. Es war zwar nicht die Regel aber auch nicht ungew├Âhnlich, l├Ąngere Reisen zur Mittagszeit zu unterbrechen, um in einem Bahnhof eine Mahlzeit zu sich zu nehmen und mit einem sp├Ąteren Zug weiterzufahren. Gefahr, seine Reisem├Âglichkeit zu verpassen, bestand nicht: Nat├╝rlich wurde abfahrbereite Z├╝ge nicht nur auf dem Bahnsteig, sondern auch in den Wartes├Ąlen und Bahnhofswirtschaften aufgerufen.

Jever, Luftbild
Das „Bahnhofsviertel“ aus der Luft. Rechts, direkt auf das Bahnhofsgeb├Ąude zuf├╝hrend, die Schlosserstra├če, am linken Bildrand die Lindenallee. Links oben ist das Stellwerk am Bahn├╝bergang Sophienstra├če zu erkennen.
Bild: National Archives and Records Administration, ohne Jahr (Ausschnitt).

Seit dem Fahrplanwechsel im September 1991 ist Jever nur noch ein Haltepunkt. Alle Signale wurde abgebaut und die bisherigen Stellwerke fungierten als Schrankenposten. Die Fahrkartenausgabe im Bahnhof wurde zum 01.06.1992 geschlossen und das Geb├Ąude durch die DB zum Verkauf angeboten.


SIBETHSHAUS (km 10,0)


HEIDM├ťHLE (km 8,3)
heute SCHORTENS-HEIDM├ťHLE

Heidm├╝hle 1940
Ansichtskarte: Verlag Ernst Dernbusch, R├╝stringen, gelaufen 1940

Die Station entstand etwa 1,5 Kilometer au├čerhalb von Schortens nahe der damals noch vorhandenen Heidem├╝hle, nach der auch der Name gew├Ąhlt wurde.
Ein Blick aus Richtung Westen ├╝ber den Bahn├╝bergang Jeversche Stra├če zum Bahnhof.

Heidm├╝hle 1950
Ansichtskarte: Gro├čverlag A. H. Stamsen, Wilhelmshaven, ohne Jahr

Erst durch die Anlage von Wilhelmshaven entwickelte sich am Bahnhof eine gr├Â├čere Siedlung, bis die L├╝cke zwischen Schortens und Heidm├╝hle schlie├člich zuw├Ąchst. In den sp├Ąten 1990er Jahren wird der Name den politischen Gegebenheiten angepasst: Heidm├╝hle ist nur Ortsteil von Schortens.

Heidm├╝hle 1958
Ansichtskarte: Verlag Kuhlmann, Bremerhaven, gelaufen 1958

OSTIEM (km 6,7)

Messtischblatt 1017 Jever, 1906
Topographische Karte 1:25.000, Blatt 1017, Ausgabe 1906 (Ausschnitt)

Wie Schortens hatte auch Gro├č Ostiem zun├Ąchst Hoffnung, als Standort f├╝r einen Bahnhof ausgew├Ąhlt zu werden, zumal die Bahnstrecke nach der endg├╝ltigen Planung direkt am Ort vorbei f├╝hrte. Als dann Heidm├╝hle gew├Ąhlt wurde, wo es nicht mal eine richtige Ortschaft gab, war die Entt├Ąuschung gro├č. Immerhin wurde an der Stra├če zwischen Gro├č und Klein Ostiem eine Haltestelle geschaffen, die von 1884 bis zum 1. Mai 1982 bestand.


Br├╝cke Ems-Jade-Kanal (km 2,7)

Drehbr├╝cke Sanderbusch 1934
Ansichtskarte: Verlag B├╝ltmann & Gerriets Nachf., Varel, gelaufen 1934

Etwa 400 m nordwestlich der Haltestelle Sanderbusch kreuzt die Strecke den Ems-Jade-Kanal. Daher wurden an dieser Stelle eine Drehbr├╝cke und ein W├Ąrterhaus errichtet.

Drehbr├╝cke Sanderbusch
Ansichtskarte: Verlag B├╝ltmann & Gerriets Nachf., Varel, gelaufen 1916
Drehbr├╝cke Sanderbuch
Glasplatten-Negativ: Verlag Cramers Kunstanstalt, Dortmund (CeKaDe), um 1960 (Ausschnitt)

Ein Blick aus der Luft auf den gesamten Bereich mit Eisenbahn- und Stra├čenbr├╝cke ├╝ber den Ems-Jade-Kanal.

Sanderbusch, Bauschild
Foto: 27.05.2007, Thomas Feldmann, Emden

Im Jahr 2006 begannen hier Bauarbeiten, da die abg├Ąngige Drehbr├╝cke durch eine Klappbr├╝cke ersetzt werden sollte. Der auf dem Bauschild genannte Fertigstellungstermin wurde allerdings nicht eingehalten.

Sanderbusch, Br├╝ckenbaustelle
Foto: 27.05.2007, Thomas Feldmann, Emden

F├╝r den Neubau wurden die Gleise verschwenkt und mittels einer Behelfsbr├╝cke ├╝ber den Ems-Jade-Kanal gef├╝hrt. Diese wurde sogar als Klappbr├╝cke ausgef├╝hrt, um den Kanal befahrbar zu halten. Am rechten Bildrand sind schon die neuen Widerlager zu sehen.

Mit dem Bau der Umgehungsbahn um Sande herum wurde dieser Streckenabschnitt im April stillgelegt und die Eisenbahnbr├╝cke damit ├╝berfl├╝ssig. Anfang Juni 2022 wurden die Gleise abgebaut. Hier soll ein Rad- und Fu├čweg entstehen.


SANDERBUSCH (km 2,3)

Sanderbusch
Foto: 27.05.2007, Thomas Feldmann, Emden

Das Empfangsgeb├Ąude war 2007 verschlossenen und stand bereits seit l├Ąngerer Zeit leer. Direkt daneben – rechts au├čerhalb des Bildes – befindet sich der neue, modern gestaltete Bahnsteig. Das Warteh├Ąuschen ist am Bildrand gerade noch zu erkennen.

Am 14. April 2022 wurde der Zugbetrieb hier eingestellt, da der Verkehr seit diesem Zeitpunkt ├╝ber die neue Eisenbahnstrecke ├Âstlich Sandes gef├╝hrt wird.


SANDE (km 0,0)

Sande
Ansichtskarte: Verlag B├╝ltmann & Gerriets Nachf., Varel, gelaufen 1902

Wie in vielen F├Ąllen befindet sich auch der Sander Bahnhof weit au├čerhalb der Stadt. Daf├╝r entstand hier an der Verzweigung der Strecken nach Wilhelmshaven und nach Esens ein recht imposantes Empfangsgeb├Ąude.

Sande 1960
Ansichtskarte: Verlag Horst Schmidt, Wilhelmshaven, ca. 1960

1939 machte die Deutsche Reichsbahn sich daran, den oldenburgischen Bahnhof zu ersetzen. Es entstand ein dem Zeitgeschmack entsprechender, imposanter Klinkerbau, der 1940 eingeweiht werden konnte. Das Geb├Ąude (links oben) ist noch vorhanden, befindet sich aber heute in Privatbesitz und beherbergt unter anderem ein Hotel. Die Bahnsteigbr├╝cke ist dagegen Ende September 2019 abgebrochen worden, da ihre lichte H├Âhe f├╝r die Elektrifizierung der Eisenbahnstrecken Oldenburg – Wilhelmshaven zu gering war.


┬ę Thomas Feldmann, Emden (Ostfriesland)
letzte Änderung 10.09.2023 (erstellt 30.07.2006)